17.10.-19-10.: Merida

Am 19.10.23 bin ich gemeinsam mit Roberto weiter Richtung Westen nach Merida, Yucatans Bundeshauptstadt, gereist. Merida ist mit seinen 900.000 Einwohnern die 12. groesste Stadt in Mexiko. Es ist also fuer mich das erste Mal, dass ich mich in einer mexikanischen Grossstadt aufhalten werde mit Ausnahme von Cancun. Da Cancun jedoch ausser seine schoenen Straende, die allerdings vom Luxustourismus gepraegt sind, nicht viel Sehenswertes zu bieten hatte klammere ich Cancun hier einfach mal aus. Roberto und ich hatten uns eine Unterkunft etwas ausserhalb des Stadtzentrums ausgesucht. Das Hostik Hostel ist relativ neu, glaube es waren knapp 2 Jahre, und daher war das Hostel noch in sehr gutem Zustand und sehr sauber (was nicht immer in allen Hostels der Fall war). Allgemein haben sich die Besitzter hier sehr viel Muehe gegeben eine entspannte Atmosphaere zu schaffen und auch die Ausgestaltung des Hostels kann sich sehen lassen. Fuer einen Preis von etwa 17 Euro hat man hier sogar ein passables Fruehstueck bekommen. Mir hat die Unterkunft hier sehr gut gefallen und kann sie auch nur empfehlen.

Ein Nachteil der Unterkunft war, dass wir ca. 20 Minuten zu Fuss gehen mussten bis wir im Stadtzentrum waren und unseres Wissens kein Bus in der Naehe des Hostels gehalten hat. Wir sind insgesamt in den 2 Tagen hier relativ viel zu Fuss gelaufen oder sind mit Uber/DiDi gefahren. Didi ist so aehnlich wie Uber bloss etwas guenstiger und man zahlt die Fahren in Bar.

Am ersten Tag wollten wir etwas das Stadtzentrum erkunden. Roberto hatte einen Bus frueher von Valladolid aus genommen, da er ein guenstiges Angebot gefunden hatte. So haben wir uns knapp gegen 17:30 Uhr im Zentrum getroffen was bedetuet, dass es bereits angefangen hatte dunkel zu werden, da hier in der Region die Sonne sehr frueh untergeht. Wir haben uns am Plaza de Independienzia getroffen, der Zentrumspark in Merida, und sind von da aus die Stadt erkunden gegangen und haben nach einem passenden Ort zum Abendessen Ausschau gehalten. Roberto war sehr darauf bedacht etwas ausserhalb des Stadtzentrums zu finden, wo auch die Einwohner essen gehen. Auf der einen Seite ist das Essen dort in der Regel guenstiger als in den touristischen Zentrumsstrassen und zudem war es meistens besser und man hatte weniger Touristen um sich herum. Man musste halt nur etwas Zeit investieren oder die richtigen Leute fragen. Wir haben dann auch relativ schnell einen guten Taco-Stand gefunden wo wir fuer 18 Pesos pro Taco gegessen haben und die waren dazu auch noch echt gut. Im Anschluss sind wir noch auf einen der groesseren Maerkte im Zentrum gegangen, eigentlich nur um etwas zu schauen. Die Maerkte in hier Mexiko sind voll von frische Obst, Gemuese, Gewuerzen aber auch Kleidung wird hier zu guten Preisen angeboten und es lohnt sich eigentlich immer einen kleinen Spaziergang durch die Marktgassen zu machen auch wenn man nicht unbedingt etwas kaufen moechte.

Bei unserem Spaziergang sind wir dann Tamara ueber den Weg gelaufen. Ich habe sie das erste mal auf Isla Mujeres getroffen und das treffen war rein zufaellig, da wir nicht wussten, dass sie auch in Merida ist. Roberto und Tamara sind beide selbststaendig und arbeiten von ihrem Laptop aus, haben sich viel ueber ihre Arbeit ausgetauscht und hatten daher von Beginn an einen guten Draht zueinander. Wir sind gemeinsam in eine kleine Bar was trinken gegangen und hatten uns ein Plaetzchen in der Cantina Balam genommen und haben uns hier ein paar Bier gegoennt. Die Bar hat auch eine grosse Tanzflaeche und ein schickes Ambiente, leider waren wir etwas zu frueh da, deshalb war hier noch nicht allzuviel los.

Danach wollten wir uns mit Carlos auf ein Bier treffen. Ich hatte Carlos auf meinem Flug nach Cancun kennengelernt. Er wohnt in Merida und hatten uns schon auf dem Flug ausgemacht, dass wir uns treffen muessen, wenn ich auf meiner Reise in hier vorbeikomme. Ich hatte ihn also gleich kontaktiert als ich meinen Bus nach Merida gebucht hatte. Tamara musste noch etwas arbeiten und so sind Roberto und ich gemeinsam zu Carlos gefahren und haben im Cuerno De Toro Gastropub noch etwas getrunken. Der Laden ist sehr neu und bietet sehr spezielle Biersorten zu einem etwas angehobenen Preisniveau an. Aber gut geschmeckt hat es. Anschliessend sind Carlos und ich noch etwas tanzen gegangen, aber auch nicht mehr so lange, da ich vom ganzen Herumgelaufe schon etwas muede war. An den Namen des Ladens kann ich mich leider nicht mehr erinnern.

Am folgenden Tag, den 18.10.23, sind Roberto und ich frueh aufgestanden, da wir fuer diesen Tag einen Ausflug in das nahegelegene Dorf Izamal geplant hatten und ausserdem wollten wir uns Merida noch einmal etwas besser bei Tageslicht anschauen. Izamal ist als Pueblo Magico ausgezeichnet worden und es lassen sich noch einige Ruinen aus der vorspanischen Zeit im Stadtzentrum finden. Zudem ist die Stadt dafuer bekannt, dass saemtliche Haeuser in gelb angestrichen sind. Izamal liegt nur knapp eine Stunde Fahrt mit dem Colektivo von Merida entfernt und bietet sich daher perfekt als Tagesausflugsziel von Merida aus an. Wir haben circa 2 Stunden in Izamal verbracht und haben einen guten Eindruck der kleinen Ortschaft erhalten. Die gelben Strassen als auch die Ruinen in mitten der Stadt sehen wirklich sehr eindrucksvoll aus. Zudem ist uns aufgefallen, dass hier sehr viele Pferdekutschen herumgefahren sind, dessen Wagen teilweise sehr bunt ausgestaltet waren.

Zurueck in Merida haben wir dann noch einen 2 stuendigen Spaziergang durch Merida gemacht und haben uns all die Strassen rund um das historische Zentrum der Stadt angeschaut.

Am Vortag hatte Roberto eine Bar gefunden, die einem Western-Saloon aehnlich war mit solchen Tueren zum aufschwingen und wir wollten uns hier zum Abschluss des Tages ein paar Bier goennen. Vorher haben wir uns wieder auf die Suche nach einem Abendessen gemacht und sind wie so haeufig an einem Taco-Stand haengen geblieben, da dies haeufig die guenstigste Variente des Essens war. Nach dem Essen gings dann zu dem Saloon, wo wir von gut gelaunten Meridianern empfangen wurden. Sie hatten uns schon draussen vor dem Laden gesehen und haben uns gleich gefragt warum wir zum essen nicht reingekommen sind. Wir sind wohl gleich aufgefallen. Ich meine ein 1.90 Meter grosser Italiener und ein hellhaeutiger Blonder fallen wohl leicht auf. Zudem ist Merida nicht ganz so ueberlaufen mit Touristen, sodass man etwas schneller als Tourist auffaellt.

Nach etwa 30.000 gelaufenen Schritten (mein bisheriger Rekord) sind wir dann zurueck zum Hostel, da wir morgen auch wieder frueh aufstehen wollten, da wir Merida auch schon wieder verlassen werden.

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