Nach den beiden Tagen in Merida wollten Roberto und ich eigentlich weiter nach Palenque reisen. Wir hatten allerdings eine Busverbindung gefunden, die etwas guenstiger war als eine Direktverbindung, allerdings hatten wir dafuer einen Zwischenstop in der Hafenstadt Campeche. Unser Reiseplan sah demnach so aus, dass wir am morgen Merida verliessen und 2,5 Stunden spaeter in Campeche ankamen.

Um 2.00 Uhr nachts wollten wir dann einen 6-stuendigen Nachtbus von Campeche nach Palenque nehmen. Campeche war also eigentlich eher so ein Not-Zwischenstop und wir haben auch nicht wirklich viel von der Stadt erwartet, da uns von vielen Leuten gesagt wurde, dass es dort eigentlich nicht viel zu sehen gibt. Vielleicht noch ein paar kurze Infos an dieser Stelle zur Stadt: Campeche liegt an der Westkueste vom Golf von Mexikko, ist die Bundeshauptstadt des gleichnamigen Staates Campeche und zaehlt mit ca. 200.000 Einwohnern eher zu den kleineren Staedten in Mexiko. Frueher war Campeche eine der wichtigsten Hafenstaedte der Yucatan-Halbinsel und wurde mehrmals von Piraten heimgesucht. Auf Grund der haeufigen Angriffe wurde eine Befestigungsanlage um die Stadt herum gebaut. Diese steht auch immer noch und umgibt sozusagen das historische Zentrum der Stadt. Als wir in Campeche angekommen sind haben Roberto und ich uns genau zu diesem Stadtteil begeben, da es mit Ausnahme des historischen Zentrums wirklich nichts sehenswertes in Campeche zu sehen gibt. Wir mussten also mit unseren Rucksaecken von der ADO-Busstation zum Hafenzentrum laufen. Von der selben Busstation sollte dann auch unser Bus abfahren, der uns nach Palenque bringen sollte. Am Wasser angekommen waren wir dann ueberrascht wie schoen die Stadt in diesem Bereich aussieht.







Wir wollten allerdings nicht die ganze Zeit in der Stadt mit unseren Ruecksaecken rumlaufen und haben uns daher ueberlegt mal bei den Hostels hier nachzufragen, ob wir unsere Ruecksaecke fuer ein paar Stunden abstellen koennen. Wir sind also zum naechstgelegenen Hostel gegangen, haben geklopft und wer hat aufgemacht? Carli, mit der wir bereits in Tulum, Bacalar und Valladolid zusammen Zeit verbracht haben 🙂 in letzter Zeit haben sich solche zufaelligen Treffen gehaeuft. Man muss allerdings auch dazu sagen, dass die Route, die Roberto und ich eingeschlagen haben eine gaengige Reiseroute unter Rucksacktouristen ist. Carli ist die letzten Tage gemeinsam mit Mel gereist und so haben wir zu 4. einen kleinen Stadtausflug gemacht.
Unser erster Stop war ein kleines Musuems, dass die Geschichte der Festung bzw. die Belagerung durch die Piraten erzaehlt.






Anschliessend sind wir dann weiter durch das Stadtinnere gezogen. Das Stadtzentrum wird von einer grossen autofreien Strasse durchzogen in der sich viele Bars und Restaurants befinden. Uns wurde gesagt, dass die Deko dort vor ein paar Jahren zu Weihnachten aufgehaengt wurde und seitdem dort haengt, da es den Leuten so gefaellt. Ob das so stimmt weiss ich nicht. Neben dieser Hauptstrasse findet man hier viele kleine Gassen mit kleinen Geschaeften und ein paar schicke Kirchen.






Ich bin dann mit Roberto weitergezogen und wir sind runter an die Stadtpromenade, um uns dort etwas umzuschauen. Wir hatten eigentlich gehofft, hier ein paar nette Restaurants zu finden oder vielleicht eine Bar mit Meerblick. Allerdings war das nicht der Fall und es war erstaunlich leer und ruhig hier. Aber der Blick aufs Meer war den kleinen Abstecher ans Wasser wert.






Wir haben hier ein paar Fotos gemacht und haben uns anschliessend auf den Weg aus dem historischen Zentrum raus nach Campeche-Downtown gemacht um hier den Markt anzuschauen und guenstige Tacos abzugreifen. Wir sind dann noch einmal ans Wasser und wollten den Sonnenuntergang anschauen, aber wir waren leider eine halbe Stunde zu spaet. Die Sonne geht hier echt super schnell unter. Wir sind dann in der Stadt umhergeschlender, um uns die die Strassen in den Abendstunden anzuschauen. Die letzten Stunden bis zur Abfahrt nach Palenque haben wir dann im Hostel mit Carli und Mel gechillt. Gegen Mitternacht war unser Campeche Ausflug dann auch schon beendet und Roberto und ich haben uns auf den Weg zurueck zur Busstation gemacht.







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