01.11.-02.11.23: Cholula und Atlixco

Unseren ersten gemeinsamen Ausflug in die nähere Umgebung von Puebla haben Estefania und ich nach Cholula unternommen. Cholula liegt so nah an Puebla dass beide Städte mittlerweile ineinander übergehen. Die Fahrt dorthin mit dem Bus hat auch nur knapp eine halbe Stunde gedauert. Cholula ist ein weiteres Pueblo Magico mit knapp 190.000 Einwohnern und ist für allem dafür bekannt, dass man hier die größte Pyramide Mexiko findet. Dabei ist die Pyramide nicht besonders hoch aber sehr breit und ist daher volumenmäßig die Größte. Auf der Spitze der Pyramide befindet sich außerdem noch eine Kirche. Die Stadt besteht aus zwei Stadteilen. Zum anderen San Andrés Cholula und zum anderen San Pedro Cholula. Während man das Zentrum um den Park in San Pedro findet, befindet sich die Pyramide nur einige Blocks entfernt in San Andrés. Wir hatten uns für den Tag vorgenommen einen ausgiebigen Spaziergang im Stadtzentrum zu unternehmen und gegen 2. Hälfte des Tages die Pyramide raufzugehen und von dort aus den Ausblick zu genießen. Zudem hatten wir hier die Gelegenheiten die traditionellen Festlichkeiten rund um den Tag der Toten zu sehen.

Auch ein Puebla Schild haben wir an der Stadtgrenze gefunden und haben natürlich auch gleich noch ein Foto gemacht:

Nach ein paar Minuten spazieren gehen, sind wir an einem kleinen Platz vorbeigekommen an denen verschiedene Statuen bzw. so kleine Konstruktionen aufgebaut wurden, welche immer einen Bezug zum Tag der Toten hatten und haben hier ein paar schöne Aufnahmen machen können. Aber seht selbst:

Nachdem wir uns dort alles angeschaut hatten sind wir ein wenig weiter stadteinwärts gelaufen und sind an einem kleinen Museum dem Museo Regional de Cholula vorbeigekommen. Wir haben uns kurzerhand entschieden einen kleinen Abstecher zu machen und uns das Museum einmal anzuschauen. Neben vielen Ausgrabungsstücken der Stadt aus der vorspanischen Zeit wurden hier auch eine Reihe imaginärer Tierwesen ausgestellt. Diese für Mexiko bekannten Figuren nennt man Alebrijes.

Da wir erfahren hatten, dass wir nur bis 16:00 Uhr in die archäologische Statte rund um die Pyramide gehen konnten. Haben wir unseren Spaziergang durch zum Zentrum sehr kurz gehalten, haben dort nur kurz bei Dominos eine Pizza gegessen und haben uns dann auf den Weg zur Pyramide gemacht.

Am Fuß der Pyramide erkennt man dann auch ganz gut, dass die Pyramide mittlerweile gar nicht mehr vollständig sichtbar ist sondern teilweise eher einem Hügel ähnelt auf dem Teilweise auch gebaut wurde. Aber von unten kann man die Strukturen der Pyramide noch gut erkennen:

Der Aufstieg nach oben hat nicht sehr lange gedauert, vielleicht etwa 15 Minuten, ist dafür aber teilweise echt sehr steil. Oben angekommen konnten wir dann aber den Ausblick über Cholula genießen. Leider war es heute relativ bewölkt, sonst hätte man auch einen Vulkan am Horizont sehen können. Das blieb uns aber leider heute verwehrt. Einen Blick in die Kirche habe ich dann auch noch geworfen.

Wir haben hier etwa eine halbe Stunde verbracht und haben uns dann langsam auf den Rückweg gemacht. Auf dem Weg zum Bus habe ich dann aber noch einen Artgenossen unserer geliebten Lola gefunden:

Es gibt in der näheren Umgebung von Puebla so viele Orte zu besichtigen und so wollten wir dann auch den Folgetag für einen weiteren Ausflug in ein anderes Pueblo Magico nutzen.

Heute ging es deshalb nach Atlixco. Atlixco ist ein weiteres Pueblo Magico mit knapp 90.000 Einwohnern etwa 1 Stunde von Puebla entfernt und relativ einfach mit dem Bus zu erreichen. Wir wollten uns das Stadtzentrum der Stadtanschauen und auf den Hügel von San Miguel steigen, um uns die Stadt von oben anzuschauen. Ausserdem hat man bei guter Witterung einen guten Blick auf den Vulkan Popocatepetl und kann sich die kleine Kapelle von San Miguel Arcángel aus dem 16. Jahrhundert auf der Spitze des Hügels anschauen.

Das erste was wir nach Ankunft in Atlixco gemacht haben, war eine Runde auf dem Markt zu drehen um nach einem Frühstück Ausschau zu halten und die Auswahl hier war richtig groß und jeder hatte großes Interesse, dass ich zu ihnen komme um zu essen :). Da ich mich überhaupt nicht entscheiden konnte, hat Estefania etwas für uns rausgesucht. Ich weiß leider nicht mehr genau wie man dieses Essen nennt, aber im Grunde waren es Tortillas aus schwarzem Mais, gebratenes Fleisch mit einem speziellen Käse und eingelegtem Gemüse. Im Grunde genommen isst man das alles wie ein Taco, aber es ist halt kein klassischer Taco. Es war auf jeden Fall gut.

Nach der Stärkung auf dem Markt ging es weiter vorbei an vielen Catrinas die während des Fest der Toten überall in der Stadt verteilt anzutreffen sind und auch der klassische Schriftzug der Stadt durfte natürlich nicht fehlen.

Wir haben dann ein paar runden durch das Stadtzentrum gedreht und konnten viele kleine bunte Gassen entdecken. Auch ein kleines Museum bzw. eher eine kleine Ausstellung haben wir uns angeschaut. Im Grund genommen war es eigentlich ein großer Raum mit 2. Etagen. Unten war ein großer Schrein aufgestellt und in der 2. Etage konnte man große Wandmalereien rund um die Stadt Altixco bestaunen.

Um auf den Hügel zu gelangen mussten wir vom Stadtzentrum aus einen Fußmarsch von circa 40 Minuten hinter uns legen. Wir sind immer wieder an Wohnungen vorbeigekommen, die man betreten konnte und in denen ein kleiner Schrein für die Toten aufgebaut war. Draußen vor dem Eingang der Tür war eine Spur aus orangenen Blumen, den Cempasúchil, ausgelegt, um den Toten den Weg zum Schrein zu weisen. Auf den Schreinen legen die Mexikaner alles mögliche was derjenige Verstorbene gerne gehabt hat. Somit sehen die Schreine immer etwas unterschiedlich aus. Was sie aber alle gemeinsam haben sind die Cempasúchil Blüten, die überall um den Schrein herum verteilt sind.

Als wir endlich oben angekommen waren, konnten wir die Aussicht auf Atlixco genießen. Die Kapelle haben wir auch kurz angeschaut, sie war aber relativ klein und eher unspektakulär.

Auf dem Weg zurück sind wir dann noch an einer Catrina in Vogelform, einem einem Rollerfahrer und ein paar Ecken mit Street-Art vorbeigekommen. Damit war unser Ausflug nach Atlixco auch schon vorbei und es ging mit dem Bus zurück nach Puebla.

Auf unserem nächsten Ausflug sollte es dann in 2 etwas weiter entfernte Pueblos Magicos gehen, Chingahuapan und Zataclan.

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