04.11.-05.11.23: Mexico City

Am Wochenende vom 04.11./05.11. sind Estefania und ich nach Mexiko City gefahren. Wir sind am Samstag um 6.00 Uhr am morgen gestartet, da die Busfahrt von Puebla nach Mexiko City 2,5 Stunden dauert und wir beide Tage voll ausnutzen wollten. Da Estefania unter der Woche arbeiten musste, hatten wir immer nur die Wochenende, um gemeinsam Ausflüge zu machen. In Mexiko City angekommen haben wir uns direkt auf ins Zentrum gemacht. Das ging am besten mit der U-Bahn. Die fährt tagsüber in sehr kurzen Zeit-Intervallen und war auch gar nicht so überfüllt wie ich es mir ursprünglich vorgestellt habe. Zudem hat eine Fahrt nur 5 Pesos gekostet und war daher echt super günstig. Man kauft sich für 15 Pesos am Automaten so eine Kunststoffkarte, die man dann direkt am Automaten aufladen kann. Im Zentrum angekommen habe ich gleich gemerkt, dass es hier in Mexiko anders ist als in den bisherigen Städten in denen ich war. Es ist alles viel schneller, hektischer, lauter und es sind viel mehr Menschen auf den Straßen unterwegs. Zudem war es wirklich sehr heiß, sodass es von Anfang an etwas stressiger angefühlt hat in den Straßen umherzulaufen. Wir sind als erstes zum Plaza de la Constitución gegangen. Hier steht die größte Kathedrale des Amerikas: Die Catedral Metropolitana de la Asunción de Maria de la Ciudad de Mexico; Die Kathedrale von Mexiko City. Und die war wirklich echt riesig und imposant anzuschauen. Wenn man sich innerhalb der Kathedrale bewegt, merkt man, dass sie ein wenig schief steht. Das Absinken der Kathedrale ist darauf zurückzuführen, dass die Stadt teilweise auf einem ausgetrockneten See errichtet wurde.

Ein Hauptgrund warum wir genau an diesem Wochenende hierher gekommen sind war, dass heute eine Catrina-Parade durch die Stadt ziehen sollte und ist Teil der Feiertage um den Dia de los Muertes. Für euch zur Aufklärung: Die Cartina ist eine ursprünglich weibliche Figur in Form eines Skeletts und steht symbolisch für den Tag der Toten. Auf dieser Parade werden diverse Skulpturen in Anlehnung an die Catrina präsentiert, aber auch die Teilnehmer schminken und verkleiden sich. Laut Estefania ist diese Parade erst durch einen James Bind Film entstanden der so eine Parade gezeigt hat, die allerdings bis dato gar nicht existiert hat. Den Einwohnern Mexiko-Citys gefiel diese Idee so gut, dass sie sie übernommen haben und jetzt jedes Jahr nach dem Tag der Toten diese Parade durch Mexiko-City fährt. Dazu aber später mehr. Wir haben auf einem Platz vor der Kathedrale bereits ein paar sehr große Catrina’s gefunden und haben ein paar Fotos dort gemacht.

Von hier aus haben wir uns zum Museo del Templo Mayor gemacht. Bei diesem Museum handelt es sich um die Ausgrabungsstätte des größten Tempels der Hauptstadt der Azteken. Das besondere an diesem Tempel ist unter anderem, dass er mehrmals (ich glaube es waren 6 mal) vergrößert wurde. Dabei wurde immer wieder eine neue Schicht über den vorherigen Tempel gebaut.

Anschließend haben wir uns auf den Weg zur Catrina-Parade gemacht. Wir sind etwa 30 Minuten durch die Stadt gelaufen bis wir an der großen Straße angekommen sind, an der sie vorbeikommen sollte. Hier angekommen haben wir dann erst einmal gemerkt wie voll es ist. An beiden Seiten der Hauptstraße drängten sich tausende Menschen, um die Parade zu sehen. Viele von Ihnen warteten schon mehrere Stunden, da sich der Start der Parade stark verzögert hatte. Wir sind etwas auf und ab gegangen, konnten aber keine Stelle finden an der wir irgendwas sehen konnten. Auf einmal hat uns ein Typ angesprochen und gefragt, ob wir nicht auf so eine Statue nahe der Straße klettern wollen. Nachdem wir die Idee für sehr befunden hatten, sind wir dann mit Einsatz von viel Teamwork auf die kleine Statue rauf und hatten von hier einen fantastischen Blick auf das Geschehnis. Ich glaube die Menschen die unterhalb von uns standen, fanden das nicht ganz so cool. Aber das war uns dann erstmal egal, denn die Polizei die hier überall herumgelaufen ist, hat es nicht interessiert, dass wir dort oben standen. Schien also ok. Von hier habe ich viele Fotos und Videos der Parade machen können und zeige euch ein paar meiner Aufnahmen:

Nach etwa einer Stunde wurden wir dann letztendlich von der Polizei von unserem Aussichtspunkt herunterkommandiert. Nach einem kurzen Abendessen sind wir dann zu unserem Hotel. Morgen wollten wir ein paar Museen anschauen.

Nach einem Buffetfrühstück am Hotel Sevilla, welches relativ zentral liegt und welches ich absolut empfehlen kann sind wir dann zu unserer Tagestour aufgebrochen. Unser Bus fuhr am Abend um 19.00 Uhr ab, daher sind wir entsprechend früh hoch. Als erstes sind wir zum 65 Meter hohen Monument der Revolution spaziert. Dort hatte man die Möglichkeit mit einem Aufzug ein paar Stockwerke hochzufahren und ein Museum zu besuchen. Der Preis für den Aufzug erschien uns jedoch etwas hoch, daher sind wir ins kostenlose Museum gegangen. Hier findet man viele Ausstellungsstück, die an die Zeit der Mexikanischen Revolution der frühen 1900er Jahre erinnern. Da ein historischer Abriss hier den Rahmen sprengen würde, zeige ich euch lediglich ein paar Fotos.

Wir haben unseren Spaziergang durch die Stadt fortgesetzt und uns als nächste Anlaufstelle zum Nationalmuseeum für Kunst gegangen. Hier hatten wir dann auch erfahren, dass an Sonntagen der Eintritt zu Museen frei ist und haben uns entschieden möglichst viele weitere anzuschauen.

Dann gings zum Palacio Postal (Postpalast) und dem Palacio de Minería, wo man echte Meteoriten anschauen und sogar anfassen konnte.

Da ich natürlich nicht nur Fotos von Museen zeigen möchte, gibts hier noch ein paar Aufnahmen, die ich auf unserem Spaziergang durch die Stadt gemacht habe. Ich kann euch hier leider keine genauen Orte nennen, da ich so viele Fotos gemacht habe.

Als letzte Station hatten wir uns den Chapultepec-Park und das Chapultepc-Schloss sowie das dem Park angrenzende Nationalmuseum für Anthropologie herausgesucht. Beim Park von Chapultepec handelt es sich um einen eine Grünanlage welche sich nicht weit entfernt vom Stadtzentrum entfernt befindet. Wir sind dort aber mit der U-Bahn hingefahren, da wir schon so viele Wege zu Fuß gelaufen sind und noch ein wenig was vor uns hatten. Vor allem das Antrophologie-Museum wollte ich sehen, da hier ein paar coole Ausstellungsstücke zu finden sind. Am Park angekommen haben wir uns gleich zu einem Fußmarsch hoch zum Schloss gemacht. Wenn man zügig unterwegs ist, ist man in etwa 20 Minuten dort. Die Schlossanlage schließt schon um 17.00 Uhr, daher sollte man nicht zu spät losgehen, da man sonst nicht reingelassen wird bzw. man nicht ausreichend Zeit hat wirklich alles zu sehen (letzteres traf leider auf uns zu). Das Schloss diente unter anderem als Residenz der Vizekönigen von Neuspanien, Kaiser Maximilian und bis zur Umgestaltung zum Nationen Museum für Geschichte dem mexikanischen Präsidenten.

Abschließend sind wir dann zum Anthropologie-Museum gelaufen, was noch einmal knapp Minuten gedauert hat. Hier findet man einen Haufen Ausstellungsstücke der der indignen Kulturen Mexikos. Zu den bekanntesten Gegenständen zählt unter anderem der 24 Tonnen schwere Stein der Sonne der Azteken aus dem Templo Mayor. Ein weiteres interessantes Ausstellungsstück für mich war die Federkrone Moctezumas bzw. dessen Kopie, denn das Original ist im Weltmuseum in Wien ausgestellt.

Im Großen und Ganzen hat mir Mexiko-City ganz gut gefallen. Zuerst war ich ein wenig mit den Menschmassen überfordert aber ich glaube vor allem im Zentrum ist das extrem und wir haben dort anfangs viel Zeit verbracht. Ich werde definitiv noch einmal zurückkommen und mir die Stadt noch mal aus anderen Blickwinkeln anschauen. Die Museen kenne ich ja jetzt schon ein wenig ;). Leider haben wir die kulinarische Seite Mexiko-Citys kaum kennengelernt, da wir auf Grund der starken Hitze auch kaum Hunger hatten. Mir wurde aber schon von vielen Reisenden gesagt, dass ich unbedingt die Tacos probieren soll, da sie wohl die besten in ganz Mexiko sein sollen. Also gibts demnächst mal wieder Tacos =).

Leave a comment