Im ersten Teil über Oaxaca habt ihr von mir ja bereits schon viel über die Stadt Oaxaca de Juarez und über den Staat Oaxaca selbst erfahren. Auf Grund der Größe des Artikels habe ich mich entschieden den Oaxaca-Artikel in 2 Teile zu teilen, da er sonst einfach zu lang geworden wäre.
Die Folgetage nach den Ausflügen in Hierve el Agua, Monte Alban und der Mezcal-Farm habe ich hauptsächlich im Hostel bzw. in Oaxaca verbracht. Zu dieser Zeit konnte man immer mehr Weihnachtsschmuck in der Stadt beobachten. Neben diversen Tannenbäumen, fand man viele Lichterketten oder leuchtende Figuren, die überall in der Stadt aufgestellt wurden. In dieser Zeit habe ich auch Vania kennengelernt. Sie kommt aus Oaxaca City und hat mir ihre Lieblingsplätze in der Stadt, aber auch außerhalb Oaxaca City gezeigt. Wir haben Mezcal-Bars ausprobiert, sind in einen der bekanntesten Clubs in Oaxaca feiern gegangen und haben Spaziergänge durch die Stadt gemacht. Nebenher habe dabei noch die besten Street-Food Ständer der Stadt kennengelernt.









Nach ein paar etwas ruhigeren Tagen wollte ich dann nach Santiago Apoala fahren. Santiago Apoala ist für seine schönen Wasserfälle bekannt. Mit Melina und Angel aus dem Hostel habe ich noch 2 weitere Mitstreiter gefunden. Mit dem Colectivo mussten wir allerdings erst einmal nach Nochixtlan fahren. Nochixtlan liegt etwa 1.5 Stunden westlich von Oaxaca de Juarez. Nach einem kurzen Frühstück und Spaziergang über den Markt mussten wir von hier aus mit dem Taxi weiter.





Allerdings war es nicht möglich einen vernünftigen Preis für die 20 minütige Fahrt mit dem Taxi zu verhandeln. 300 Pesos für eine Fahrt erschien uns doch etwas viel und dass obwohl Angel, der sogar Mexikaner ist und aus Mexico City kam, sich echt Mühe mit dem Verhandeln gegeben hat. Nachdem wir schon fast aufgegeben hatten, haben wir eine nette Familie getroffen, die zwar nicht nach Santiago Apoala fahren wollten, uns aber angeboten habt uns ins 1 Stunde entfernte Tamazulápam del Progreso mitzunehmen. Die Eltern wollten mit ihrem Sohn zu einem kleinen See baden fahren und so sind wir mit den 3en gemeinsam auf der Ladefläche ihres Pickups losgefahren. Auf der Autofahrt durch die Sierra Norte von Oaxaca konnten wir noch einmal ausgiebig die schöne Landschaft von Oaxaca genießen. Die Badestelle lag etwas außerhalb der Stadt, aber zum Glück hat uns die Familie nach dem Baden mit in die Stadt genommen. Hier haben wir die 3 als Dankeschön für die freie Fahrt noch auf ein paar Tacos eingeladen und sind dann gegen 18.00 Uhr abends mit dem Colectivo zurück nach Oaxaca gefahren.









Einen weiterer Ort den ich in keinem Touri-Guide oder sonstigen Reiseblogs gelesen hatte ist San Andrés Huayapam. San Andrés Huyapam ist eines von vielen Municipios (vergleichbar mit Stadteilen in Deutschland) von Oaxaca de Juarez. Vania hat mir erzählt, dass man dort gut baden gehen kann und so sind wir am 05.12.23 in den etwa 20 Minuten vom Stadtzentrum entfernten Stadtteil gefahren. Dor angekommen fanden wir ein komplett leeres Freibad mit Bar vor. Also haben wir schnell ein paar Bier eingepackt und haben den Rest des Tages hier an diesem gut gepflegten, ruhigen Badeort verbracht. Mich hat es wirklich gewundert, dass hier nicht viel mehr Leute anzutreffen waren, da es tagsüber echt ziemlich warm war und man sonst hier in Oaxaca kaum die Gelegenheit hat baden zu gehen. Liegt aber vielleicht auch daran, dass man Online so gut wie nichts über dieses Freibad mit dazugehörigem Park mit Seilbahn findet.






Eine Sache, die ich in Oaxaca auf jeden Fall noch machen wollte bevor ich weiter reise, war den Sonnenaufgang auf dem Auditoria Guelaguetza zu sehen. Das Auditoria ist ein beliebter Veranstaltungsort, welcher sich auf Grund seiner Lage oberhalb der Stadt auch gut als Aussichtspunkt über die Stadt eignet. Da die Sonne um 6.40 aufgeht, musste ich bereits um 5.30 vom Hostel los und habe sogar noch mit dem Volunteer Ricardo und einem Mädchen aus Indien 2 Mitstreiter gefunden, die sich in der Früh dort zusammen mit mir hochquälten. Am Fuß des Hügels angekommen ging es dann zuerst eine Treppe hoch und dann über eine Straße weiter nach oben. Oben angekommen konnten wir dann einen wundervollen Blick auf die Stadt genießen und auch der Sonnenaufgang war trotz einer dicken Wolkendecke schön anzusehen.






Auf dem Weg zurück in die Stadt sind wir dann noch an ein paar Ecken voll mit Street-Art vorbeigekommen und haben noch einen ganz lieben Straßenhund gefunden der ein wenig Liebe gebraucht hat.






Das war vorerst mein letzter Tag in Oaxaca, da ich am Abend des Folgetages für eine Woche nach Puerto Escondido, einem Surfer-Ort an der Pazifikküste von Oaxaca, gefahren bin. Für diesen Ausflug werde ich aber einen gesonderten Blog Eintrag schreiben.
Am 14.12.23 bin von meinem Ausflug nach Puerto Escondido wieder zurück nach Oaxaca gekommen und habe mich hier noch einmal bis ein Tag vor Weihnachten im Maka Hostel eingenistet. Ich hatte also noch etwa 1 Woche Zeit hier in Oaxaca. Nachdem ich mich erstmal 2 Tage von dem drückenden Klima in Puerto Escondido erholen musste, habe ich zusammen mit Vania einen Jahrmarkt im Stadtzentrum besucht. Hier gab es alles, was es auch auf deutschen Jahrmärkten gibt. Von Schießbuden, Auto-Scooter, Riesenrad, Bullen-Reiten (ok, das ist vielleicht nicht ganz so deutsch) und diversen Fressbuden konnte man hier alles finden. Nachdem Vania mir ihre Fahrkünste im Auto-Scooter demonstriert hat, sind wir durch die vielen Stände gelaufen und sind letztendlich an einem Stand mit diversen Cocktails stehengeblieben. Hier habe ich das erste mal einen Azulito getrunken. Das ist ein blauer, relativ süßer Cocktail auf der Basis von Vodka, Energy Drink und einem Erfrischungsgetränk, das so ähnlich schmeckt wie Sprite. Danach sind wir noch mit dem Riesenrad gefahren und ich habe mich im Bullenreiten und schießen versucht.









Mein vorletzter Ausflug in Oaxaca de Juarez sollte mich in den botanischen Garten der Stadt führen. Jeden morgen um 10:00 bzw. 11:00 Uhr finden dort spanisch- und englischsprachige Führungen durch die Gartenanlage statt, die 100 Pesos kostet. Unser Guide, der hier im botanischen Garten seine Doktorarbeit schreibt, war sehr engagiert und hat uns mit reichlich Informationen zu den verschiedenen Pflanzen versorgt. Was mir besonders in Erinnerung geblieben ist, war die Tatsache, dass man hier noch eine der ersten Gattungen der Maispflanze finden kann. Zudem fand ich vor allem die Anzahl der Kakteen, die man hier finden konnte, sehr beeindruckend. Ich hatte während meines Aufenthalts das Gefühl vermittelt bekommen, dass man sich hier echt Mühe gibt den Besuchern eine gute Übersicht über die Pflanzenvielfalt von Oaxaca zu vermitteln. Was mir auch in Erinnerung geblieben ist, ist die Cochenilleschildlaus. Die Weibchen dieses auf dem Nopal-Kaktus lebende Parasiten produzieren den äußerst seltenen Farbstoff Karmin, der unter anderem für die Färbung von Kleidung verwendet wurde und heutzutage in Produkten wie Lippenstift eingesetzt wird.















Mein letzte Tour in Oaxaca habe ich zusammen mit Vania nach Santiago Yosondúa gemacht. Sie ist regelmäßig in dieser Stadt, da ihre Tante und ihr Onkel hier wohnen und sie wollte mich einmal dort mit hinnehmen, um mir die Stadt und den angrenzenden Nationalpark zu zeigen. Mit dem ersten Colectivo ging es am 20.12.13 zu erst nach Tlaxiaco gefahren und mussten von hier noch einmal in ein weiteres Colectivo umsteigen, welches uns direkt nach Santiago Yosondua gebracht hat. Nach 7 Stunden Reisezeit sind wir gegen abend in Yosondua angekommen. Dort angekommen sind wir zum Haus ihrer Familie gefahren, die schon mit Mezcal und Essen auf uns gewartet hat.

Am nächsten Tag sind wir dann in den Nationalpark Yosondúo gefahren. Sie wollte mir eine kleine Reh-Farm zeigen. Diese lag allerdings mitten in den Bergen und der einzige Weg war mit dem Taxi von Santiago Yosondúa dorthin. Der Taxifahrer war zum Glück so nett und hat auf uns gewartet solange wir dort auf der kleinen Farm waren. Zuerst hat uns eine nette Dame in das Gehege geführt und wir durften die Rehe füttern. Die Kleinen waren etwas schüchtern aber die etwas Älteren sind sofort zu uns gekommen. Danach wurde für uns noch ein kleines Frühstück zubereitet und es gab kostenlos Mezcal dazu. Beim Frühstück haben wir auch noch die Farm-Katze Anubis kennengelernt, die sehr zutraulich war.










Auf dem Rückweg in die Stadt hat uns der Taxi-Fahrer an einer Hängebrücke rausgelassen. Diese war 130 Meter lang und 28 Meter hoch. Von hier aus hatte man einen super Ausblick auf den nahegelegenen Wasserfall. Von der Brücke aus haben wir den Ausblick auf die Berge genossen und sind dann weiter zum Wasserfall wo sich auch noch 2 kleine Höhlen befanden. Wir sind hier etwas rumgeklettert und haben uns den Wasserfall aus der Nähe angeschaut. Die Natur hier in diesem Nationalpark ist echt super schön und man kann hier sicherlich auch gut wandern gehen.






Am Tag unserer Abreise hat Vania mir dann noch den Ort gezeigt und ich habe ein paar Aufnahmen vom Stadtzentrum gemacht. Santiago Yosondúa ist mit seinen knapp 8000 Einwohnern eine sehr kleine Ortschaft. Daher bestand der Ort auch eigentlich nur aus kleinen Straßen/Gassen, einem Markt, einem Hotel und dem Zentrum mit der Kirche. Ich habe mich hier aber sehr wohl gefühlt. Ich glaube hier kennt jeder jeden und man wird überall freundlich begrüßt und die Menschen waren sehr neugierig wie ich hier in ihrem kleinen Dörfchen gelandet bin. Ab 18:00 Uhr abends öffnen dann auch die Taco-Läden, die häufig auf dem Grundstück von Familien betrieben werden und die das Essen dort mehr oder weniger in ihren Garagen zubereiten und man auch dort isst. Neben Tacos gibt es hier aber auch einen sehr guten Pizza-Laden und kleine Lädchen wo man sich einen Kaffee holen kann. Nach unserem 2-tägigen Aufenthalt sind wir dann zurück nach Oaxaca gefahren. Zuerst ging es in einer 2-stündigen Taxifahrt nach Tlaxiaco (für 200 Pesos, also relativ günstig für eine Taxifahrt). Dort sind wir in ein Colectivo umgestiegen, welches uns innerhalb von 3 Stunden für 140 Pesos direkt nach Oaxaca de Juarez gebracht hat.










Den letzten Abschnitt meines Blog-Eintrags zu Oaxaca möchte ich den Menschen vom Maka Hostel widmen, die ich in meinen 1-monatigen Aufenthalt in Oaxaca kennengelernt habe. Vielen Dank an Yoka der Hostelmanagerin als auch Bernard, Ricardo, Pauline, Rebecca, Sol, Sarah, Saša, Tristan und Charles, die meinen Aufenthalt in Oaxaca so einzigartig gemacht haben. Natürlich darf aber auch an dieser Stelle mein kleiner Freund Luca nicht fehlen.




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