20.03. – 31.03.24: Bogotá Teil I

Meine Reise nach Bogotá

Vom Flughafen in Guadalajara flog ich am 20.03.24 nach Kolumbien, genauer genommen nach Bogotá. Nach entspannten 4,5 Stunden im Flugzeug kam ich gegen 23:00 Uhr am Flughafen in Bogotá an. Ich hatte Glück an der Passkontrolle, denn auf Grund meiner späten Ankunftszeit musste ich gerade einmal 20 Minuten warten. Den Schildern, die am Flughafen aufgestellt waren, konnte ich entnehmen, dass dies aber auch gerne mal 3 Stunden dauern kann. Mir wurden von der Dame an der Kontrolle netterweise die vollen 3 Monate Touristenvisum gewährt und somit konnte ich ohne Stress weiterreisen.

Mein Flug von Guadalajara nach Bogotá

Um zu so später Zeit vom Flughafen aus Bogotá in die Stadt zu kommen, kann man entweder ein Taxi nehmen oder sich ein Uber bestellten. Zum Glück kann man am Flughafen eine Stunde lang gratis das W-LAN nutzen, sodass ich mir ein Uber bestellten konnte und nicht auf das teure Taxi zurückgreifen musste. Ich würde davon abraten direkt am Flughafen eine SIM-Karte zu kaufen, da diese um ein Vielfaches teurer sind als in der Stadt. SIM-Karten und allgemein die Tarife in Kolumbien sind nämlich verhältnismäßig günstig und wer direkt am Flughafen kauft und das nicht weiß, zahlt schnell zu viel.

Die Fahrt vom Flughafen zum Hostel in Candelaria

Mein Uber-Fahrer war supernett und ich konnte meine ersten Informationen über Bogotá sammeln. Da wir nachts unterwegs waren, fragte ich ihn, ob es sicher wäre, abends bzw. nachts in der Stadt unterwegs zu sein und ich erfuhr von ihm, dass es keine gute Idee ist das zu tun, da sich die Stadt ändert, wenn sobald es dunkel wird. Aber dazu später mehr. Ich sah bereits auf meiner Fahrt zum Hostel, dass viel mehr Obdachlose auf und neben den Straßen unterwegs waren. Das war mir bisher in Mexiko so nicht aufgefallen. Nach gut 20 Minuten Fahrt kam ich schließlich an meiner ersten Unterkunft, dem Masaya Hostel im Stadtteil Candelaria an. Ich sagte bereits im Voraus Bescheid, dass ich nachts ankommen würde, um sicher zu gehen, dass mir auch jemand aufmacht. Ich wurde sehr nett empfangen und begab mich direkt ins Bett.

Meine Unterkünfte in Bogotá

Meine ersten 5 Nächte verbrachte ich im Masaya Hostel im Stadtteil Candelaria. Dort wo sich heutzutage dieser Stadtteil befindet, wurde 1538 die Stadt gegründet, wir befinden uns also im historischen Zentrum der Stadt. Ich war sehr von dem Hostel überrascht, denn entgegen meinen Erwartungen war es sehr modern eingerichtet, sehr groß und war allgemein sehr schick eingerichtet. Es verfügt über Schlafsäle und auch einige Privatzimmer. Ich war überrascht, da der Preis pro Nacht mit 11 Euro sehr niedrig war.

Der Bereich mit den Privatzimmern

Das Hostel besitzt eine Bar bzw. ein Restaurant innerhalb des Hostels. Das fand ich eigentlich ganz cool. Dort konnte man sich morgens ein Frühstück bestellen oder zu Abend essen. Das Essen war allerdings im Preis von 11 Euro pro Nacht nicht mit inbegriffen. Das Frühstück kostete hier im Schnitt 22.000 kolumbianische Pesos, also etwa 5,50 Euro.

Es gab auch einen kleinen Aufenthaltsraum mit einer großen Auswahl an Büchern, die man sich ausleihen konnte. Die Zimmer als auch die Flure waren mit Türen versperrt, die nur mit einer Chipkarte zu öffnen waren. Auch das war mir bisher neu und bietet natürlich noch einmal extra Sicherheit für die eigenen Sachen.

Aufenthaltsraum im Masaya Hostel

Die Schlafsäle waren ausreichend groß und die Betten super gemütlich. Jeder hatte so eine Art Bunker, den man mit einem Rollo verschließen konnte. Es war also wirklich dunkel während man schlief. Dazu gab es USB-Steckdosen und Ablagen für Gegenstände sowie ein Licht. Für mich bisher eins der besten Hostel-Betten. Das Zimmer verfügte außerdem über ein eigenes Bad, was auch sehr praktisch war.

Nach fünf Nächten musste ich leider das Hostel wechseln, da ich mich zu spät darum kümmerte mein Zimmer für weitere Nächte zu buchen. Das war aber gar nicht so wild, da sich das nächste Hostel, das Yarumo Hostel, direkt um die Ecke befand. Ich packte also meine Sachen und zog kurzerhand um. In diesem Hostel verbrachte ich weitere 5 Nächte. Mit 15 Euro pro Nacht war es etwas teurer als das Masaya und hatte auch nicht so viel zu bieten. Aber der Preis war trotzdem noch in Ordnung und daher bemühte ich mich nicht etwas anderes zu finden oder noch einmal zum Masaya Hostel zurückzukehren.

Eingangsbereich des

Es verfügte über einen großen Außenbereich mit Café, welches nicht nur für Hostel-Gäste zugänglich war. Außerdem gab es einen kleinen Co-Working Raum. Hier verbrachte ich einige Tage, um meine Berichte zu schreiben. Ich hing nämlich immer noch eine Weile hinterher mit meinen Artikeln.

Co-Working Bereich

Die Schlafsäle waren eigentlich ganz gemütlich. Es waren 4 Bett-Zimmer mit ganz normalen Betten. Auch hier habe ich gut geschlafen. Man hat halt etwas weniger Privatsphäre als in den Bunker-Betten, aber das hat in meinem Fall kaum gestört, da das Zimmer kaum beleget war.

Erste Eindrücke der Stadt

Aber kommen wir nun zu den Sachen, die ich in Bogotá unternommen habe. Bogotá ist unter Reisenden als langweilige, graue und kalte Stadt verschrien, in der man sich höchstens 3 Nächte aufhalten sollte. Wenn man aber nicht nur die Standard-Sehenswürdigkeiten abklappert, sondern sich etwas Zeit nimmt die Stadt kennenzulernen, kann man hier schon einige Zeit verbringen. Vor allem Museen gibt es hier sehr viele. Wer auf seiner Reise auch gerne etwas Kultur erleben möchte, kommt hier definitiv nicht zu kurz. Insgesamt verfügt Bogota über 60 Museen. Auch ich besuchte einige Museen wie das berühmte Goldmuseum, ein Militär-Museum und das Botero-Museum.

Im Hostel lernte ich Elaine kennen. Sie kommt auch aus Deutschland und verbrachte nur ein paar Nächte in Bogotá. Mit ihr zusammen machte ich mich auf zu meiner ersten Stadttour. Wir gingen zuerst zur Carrera 7, eine der größeren Straßen im Zentrum Bogotas. Was mir sofort auffiel, war, dass die Stadt und vor allem das Zentrum, in dem wir uns befanden, bei weitem nicht so schön war, wie ich es aus Mexiko gewohnt war. Es fühlte sich vielmehr wie eine richtige Großstadt an.

Anders als in Mexiko muss man in Bogotá bzw. generell in Kolumbien gut auf seine Sachen aufpassen, wenn man in der Stadt unterwegs war. Wertsachen wie Handy und Portemonnaie sollten immer in den vorderen Hosentaschen sein. Es war zwar durchaus möglich mit dem Handy Fotos zu machen, aber man sollte immer sehr aufmerksam sein, was um einen herum passiert. Taschendiebstahl steht hier nämlich an der Tagesordnung. Ich habe von so vielen Reisenden erzählt bekommen, dass ihnen Sachen geklaut wurden. Auch auf Motoradfahrer sollte man hier ein Auge werfen. Wenn man an der Straße nicht aufpasst und vielleicht gerade ein Foto macht, schnappen die einem gerne mal das Handy aus der Hand. Wenn man aber mit gesundem Menschenverstand unterwegs ist und vor allem aufmerksam ist, kann man das Diebstahl-Risiko stark minimieren.

Auch das Wetter war unterschiedlich. Vom ersten Tag an regnete es eigentlich fast täglich, wenn auch nur für eine halbe Stunde oder weniger. In Mexiko erlebte ich vielleicht 5 oder 6 Tage mit Regen und das innerhalb eines halben Jahres. Der ständig graue Himmel war nicht wirklich förderlich, der Stadt ein besseres Aussehen zu verleihen. Zudem war es auch um einiges kälter. Die Temperaturen im Schatten tagsüber lagen bei rund 20 °C und nachts kühlte es gerne mal auch auf bis zu 8 °C ab. Die Kolumbianer nennen Bogotá daher auch den Kühlschrank Kolumbiens.

Ich muss schon zugeben, dass ich das Wetter und die Atmosphäre vor allem auf den belebten größeren Straßen der Stadt nicht wirklich attraktiv fand. Vor allem jetzt, wo ich eigentlich ein halbes Jahr lang mit Sonne verwöhnt wurde. Aber es gab ja noch einiges zu sehen, daher ließ ich mich erst einmal noch nicht abschrecken.

Wir kamen, nachdem wir mehr oder weniger planlos durch die Stadt liefen, am Plaza de Bolivar an. Dies ist der wichtigste Platz im Zentrum von Bogotá. Dort befinden sich wichtige Gebäude wie zum Beispiel die Kathedrale von Bogotá, das Kongressgebäude, der Palacio Liévano und der Justizpalast.

Kathedrale von Bogotá
Palacio Liévano
Kongressgebäude
Justizpalast

Wir waren mittlerweile gut 2 Stunden unterwegs und entschieden uns dazu ein ruhiges Plätzchen zum Kaffee trinken aufzusuchen. Mit dem Gracia Coffee & Brunch fanden wir dann auch ein schönes Café. Und hier kam ich das erste Mal mit dem kolumbianischen Kaffee in Kontakt. Und ich kann euch sagen, dass der Kaffee unfassbar gut schmeckt. Allgemein die Kultur rund um den Kaffee ist in Kolumbien sehr ausgeprägt, was natürlich daran liegt, dass in Kolumbien sehr viel Kaffee angebaut wird. Ich war von Tag eins an wirklich begeistert. Es kam nicht selten vor, dass man die Auswahl an 5 oder mehr verschiedenen Zubereitungsvarianten hatte. Das war schon echt stark. Und auch der Kaffee im Gracia Coffee & Brunch war ausgezeichnet.

Besuch des Goldmuseums

Nach der kleinen Stärkung besuchten wir das berühmte Goldmuseum. Dieses von der kolumbianischen Staatsbank gegründete Museum, wurde im Jahr 1939 errichtet, um die archäologischen Funde, welche zum größten Teil aus der präkolumbianischen Zeit stammen, zu schützen. Insgesamt sind in diesem Museum über 35.000 Funde aus Gold, aber auch anderen Materialen wie Holz oder Ton ausgestellt. Der Eintrittspreis ohne Audioguide beträgt 5000 Pesos, also etwas mehr als 1 Euro.

Im Goldmuseum von Bogotá

Im Detail zu beschreiben, was ich dort alles gesehen habe, würde den Rahmen natürlich sprengen. Interessant sind aber vielleicht die berühmtesten Ausstellungsstücke wie zum Beispiel das Goldfloß von Eldorado. Dieses Exemplar aus dem Jahr 600 – 1600 n. Chr., zeigt die Zeremonie der Ernennung eines neuen Herrschers an der Lagune von Guavita. Den Gerüchten nach bestand ein Teil dieser Zeremonie darin mehrere Haufen an Gold und Smaragden als Opfergabe an ihren Gott im See zu versenken. Die spanischen Konquistadoren bekamen von diesen Gerüchten mit und begannen sich auf die Suche nach diesem Schatz zu machen. Damit begann die Suche nach dem Eldorado, dem sagenhaften Goldland.

Goldfloß von Eldorado

Ein weiteres interessantes Ausstellungsstück ist der Quimbaya Poporo. Es ist ein Behältnis für Kokablätter, welche häufig zu zeremoniellen Zwecken verwendet wurden. Dieses Exemplar stammt aus dem Jahr 301 vor Chr. und war das erste Objekt, welches von der Bank der Republik Kolumbiens im Jahr 1939 gekauft wurde. Dieser Kauf stellte damit den Beginn des gigantischen Gold-Konservierungsprozesses dar.

Quimbaya Poporo

Hier noch ein paar weitere Bilder von Stücken, die ich ganz interessant fand:

Gemeinsames Abendessen mit Elaine

Wir verbrachten bestimmt 1,5 Stunden im Museum und entschieden uns dazu im Anschluss gemeinsam ein Restaurant zum Abendessen zu suchen. Wir begaben uns zurück in Richtung Hostel und entdeckten eine kleine Gasse, die Calle del Embudo, ganz in der Nähe des Hostels in der sich viele Kneipen und Restaurants befanden.

In dieser Straße als auch dem direkt darüber liegenden Plazoleta Chorro de Quevedo, einem kleinen Platz mit Cafés und Restaurants, war meistens bis 22:00 Uhr abends immer etwas los. Es ist sozusagen so ein kleiner Hotspot inmitten von La Candelaria. Auf dem Platz gab es häufig kleine Aufführungen und man konnte dort auch gut noch bis zur späten Stunde draußen sitzen. Um 22:00 Uhr wurde der Platz von der Polizei aus Sicherheitsgründen allerdings geräumt.

Plazoleta Chorro de Quevedo

Wir entschieden uns in das Restaurant Café del Chorro zu gehen. Der Eingang des Restaurants liegt etwas abseits der kleinen Gasse. Man geht ein paar Stufen hinunter und findet dort den Eingang des eigentlich ganz gemütlichen Restaurants. Ich bestellte mir ein Schnitzel mit Salat, Pommes und so einem Kartoffelrösti. Alles für 25.000 Pesos also etwa 6,30 Euro.

Allgemein ist alles in Kolumbien etwas günstiger als in Mexiko. Für einen Espresso zahlt man im Schnitt 4000 Pesos und für einen Cappuccino etwa 8000 Pesos. Eine Hauptspeise in einem Restaurant kostet etwa 30.000 Pesos (7,50 Euro), wobei man vor allem zur Mittagszeit viele sehr günstigere Möglichkeiten zum Essen findet. Ein Almuerzo, ein Mittagessen in den etwas kleineren Restaurants, kostet im Schnitt 15.000 Pesos (3,75 Euro) und ist damit um einiges günstiger. Wenn man sich also etwas Zeit mit der Restaurantsuche macht, kann man in Bogotá, und wahrscheinlich auch dem Rest von Kolumbien, zu einem schmalen Preis essen gehen.

Free Walking Touren im Zentrum

Ich muss zugeben, dass ich bisher nicht so der Fan von den Free Walking Tours war, aber in Bogotá änderte sich meine Meinung etwas. Noch am Abend des gemeinsamen Abendessens mit Elaine bekam ich mit Diana aus den USA eine neue Mitbewohnerin. Diana war auch nur ein paar Tage in Bogotá und liebte die Free Walking Touren. Free Walking Touren, für alle die es nicht kennen, sind geführte Standführungen mit einem Guide, die prinzipiell kostenlos sind (daher Free Walking). Gegen Ende ist es allerdings üblich dem Guide ein Trinkgeld zu geben. Dabei gibt es keine festen Regeln. Es wird von den Guides gesagt, dass im Schnitt 10 Dollar gegeben werden, aber ich habe die Höhe des Trinkgelds wirklich abhängig von der Tour gemacht. Einige Touren in Mexiko waren nämlich wirklich nicht gut und da will ich dann auch keine 10 Euro zahlen. Ich war daher erst einmal etwas skeptisch, entschied mich dann aber dazu 2 Touren am Folgetag zusammen mit Diana zu machen.

Wir machten uns früh am Morgen auf zu unserem Treffpunkt, dem Goldmuseum. Wir buchten über die Agentur Beyond Colombia insgesamt 2 Touren und zwar die War & Peace Tour und die allgemeine Free Walking Tour im Zentrum.

In der War & Peace Tour erfuhren wir von unserem Guide viel über die Geschichte Kolumbiens. Wir erfuhren wie sich die politische Situation beginnend mit dem Start der Unabhängigkeitsbewegung und Simon Bolivar im 17. Jahrhundert bis hin zur heutigen politischen Lage entwickelte, während wir insgesamt 5 Stationen in der Stadt besuchten.

Interessant war auch der Teil, indem unser Guide uns erklärte, wie es zur Entstehung der paramilitärischen Gruppen und der Guerilla kam. Ich fand diese Tour wirklich hilfreich, um die Geschichte Kolumbiens besser zu verstehen und vor allem wie sich das Land in den letzten Jahren und Jahrzehnten änderte. Viele Vorurteile über Kolumbien, vor allem was die Sicherheit angeht, stammen noch aus den vergangenen Jahrzehnten. Dabei hat sich in den letzten 20 Jahren wirklich viel im Land geändert.

Nach knapp 3 Stunden war die Führung beendet und wir beide waren mit unserem Guide bzw. mit der Tour allgemein sehr zufrieden. Bevor es zur nächsten Tour ging, machten wir noch eine kleine Mittagspause im mexikanischen Restaurant Enchiladas La Candelaria. Wir bestellten uns mit Käse überbackene Nachos, die mit Guacamole und Salsa serviert wurden. Wir beiden waren mit dem Essen sehr zufrieden und machten uns anschließend auf zu unserer nächsten Tour.

Diana und ich imRestaurant Enchiladas La Candelaria

Diese startete wieder am Goldmuseum. Dort angekommen ging es auch schon gleich los. Dieses Mal wanderten wir mehr durch die Stadt und bekamen mehr historische Gebäude zu sehen, während wir in der ersten Tour eigentlich mehr den Geschichten unseres Guides lauschten. Die Touren überschnitten sich zwar etwas, aber das lässt sich glaub ich nicht vermeiden. Wir starteten am Santander Park gingen weiter zum Plaza Bolivar, drehten von hier aus eine Runde im Zentrum und machten anschließend am Mercado la Concordia eine Pause.

Pause am Plaza la Concordia

Dort probierte ich auch das erste Mal Chicha. Chicha ist ein weit verbreitetes alkoholisches Getränk, welches durch die Fermentation von Mais entsteht, und vor allem im Andenraum Südamerikas getrunken wird. Geschmacklich hat es mich etwas an Buttermilch erinnert. Zumindest kommt es dieser geschmacklich sehr nahe. Chicha wird in verschiedenen Varianten verkauft. Es gibt die klassische Variante ohne Zusätze oder Chicha mit Früchten. Wenn man in Bogotá ist, sollte man Chicha zumindest mal probiert haben, da es Teil der Kultur dort ist. Geschmacklich war es allerdings nicht so mein Ding, wobei mir die fruchtige Variante dabei noch etwas besser schmeckte.

Nach der Pause spazierten wir noch knapp 30 Minuten im Stadtteil La Candelaria umher, bevor sich unser Guide von uns verabschiedete. Auch diese Tour kann ich auf jeden Fall empfehlen. Wir haben viel über Bogotá, Kolumbien und die kolumbianische Kultur erfahren.

Gemeinsames Abendessen mit Diana

Insgesamt waren wir nun knapp 6 Stunden auf den Beinen und es war Zeit sich einen Platz zum Abendessen zu suchen. Da wir beide keine Lust mehr hatten noch viel umherzulaufen, entschieden wir uns für das peruanische Restaurant Kukuma, welches nur ein paar Ecken vom Masaya Hostel entfernt lag. Wir beide bestellten uns ein Pasta-Gericht mit Fleisch und waren beide total begeistert vom Essen. Von mir und Diana gibt es für das Kukuma Restaurant eine klare 10/10. Wer in La Candelaria ein tolles Restaurant zum Abendessen sucht, sollte unbedingt hier einmal das Essen probieren. Ich zahlte für mein Gericht 38,000 Pesos und Diana 29,000 Pesos. Dafür, dass das Essen und vor allem das Fleisch so gut waren und auch der Service spitze war, fand ich den Preis mehr als angemessen.

Im Kukuma

Mein erstes Fazit nach 3 Tagen Bogotá

Mir persönlich gefielen die ersten 3 Tage in Bogotá sehr gut, auch wenn ich zu Beginn etwas skeptisch war, was die Sicherheit der Stadt anging. Nach und nach lebte ich mich allerdings etwas ein und erkannte, dass man generell zwar etwas vorsichtiger sein musste als in Mexiko, aber dass man nicht in der ständigen Gefahr war, ausgeraubt zu werden. Vor allem, wenn man sich tagsüber bei Tageslicht in belebten Bereichen aufhält und man nicht wahllos mit seinem Handy in der Gegend herumfuchtelt, ist man eigentlich auf der sicheren Seite. Nachts hingegen sollte man schon etwas vorsichtiger sein und nach 22:00 Uhr nicht mehr allein durch die Stadt rennen. Wir entschieden uns immer ein Uber zu nehmen. Uber ist in Kolumbien auch relativ preiswert. Eine 15-minütige Fahrt kostete mich im Schnitt 2 bis 3 Euro. Auch öffentliche Verkehrsmittel und hier vor allem die Busse sollte man meiden. Diese sind nicht wirklich sicher und es wurde mir eigentlich von jedem Einheimischen davon abgeraten in einen Bus zu steigen (habe ich dann natürlich auch nicht gemacht).

Aber mal abgesehen vom Aspekt der Sicherheit, war ich doch positiv überrascht von der Stadt. Es gibt viele tolle Cafés, Restaurants und Bars zum Ausgehen. Auch wenn Bogotá nicht ganz so farbenfroh war als die Städte, die ich bisher kennenlernte, finde ich, dass man hier schon ein paar Tage verbringen kann, ohne sich zu langweilen. Außerdem befindet sich in Bogotá der Größte Club Südamerikas, das Theatron, und noch ein paar weitere interessante Orte, von denen ich euch im zweiten Teil über Bogotá berichten werde.

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