20.03.24 – 31.03.24: Bogotá Teil II

Graffiti-Tour im Stadtzentrum

Am 4. Tag in Bogotá suchten Diana und ich uns eine weitere Free Walking Tour des Anbieters Beyond Colombia raus. Und zwar wollten wir heute an einer Graffiti-Tour teilnehmen. Uns fiel schon während unserer ersten beiden Touren auf, dass die Stadt übersät ist mit Graffiti und Wandmalereien.

Auch diese Tour startete wieder am Goldmuseum und sollte circa 2.5 Stunden dauern. Wir starteten unsere Wanderung und spazierten so von Wandgemälde zu Wandgemälde. Unser Guide kannte sich sehr gut aus in der Graffiti-Szene und erzählte uns zu jeder Malerei die entsprechende Geschichte.

Die Kolumbianer benutzen Graffiti und speziell diese großen Wandgemälde, die sich teilweise über ganze Häuserfassaden erstrecken, um zum Beispiel politischen Protest zu leisten, da das mit der freien Meinungsäußerung in Kolumbien nicht ganz so gut funktioniert wie in Deutschland zum Beispiel.

Die Gemälde werden aber auch dazu verwendet, um auf soziale Probleme wie Armut oder Unterdrückung von indigenen Völkern aufmerksam zu machen wie beispielsweise in diesen drei Gemälden:

Eine Zeit lang war das Sprühen von Graffiti streng verboten und Personen, die dabei erwischt wurden, galten als Kriminelle und erfuhren harte Strafen. Das hat sich mit der Zeit zum Glück etwas geändert und Graffiti ist mittlerweile fester Bestandteil der Stadt Bogotá.

Dies war eines meiner Lieblings-Graffitis

Man kann sich zum Bespiel beim Besitzer eines Hauses, dessen Fassade man gerne dekorieren möchte, eine Erlaubnis einholen und kann dann ganz legal sein Kunstwerk draufsetzen. Mir fiel auch auf, dass die Bilder nur ganz selten übersprüht wurden. Dazu meinte unser Guide, dass in Bogotá unter den Künstlern ein strenger Kodex herrsche und dass das Beschmieren eines Wandgemäldes eigentlich das schlimmste ist, was machen in der Szene machen kann.

In den meisten Fällen handelte es bei den Graffitis bzw. den Malereien wirklich um richtig gut gemachte Gemälde. Teilweise werden sogar Glitzerpartikel in die Farbe reingemischt, sodass die Bilder bei Anbruch der Dunkelheit anfangen zu scheinen. Da wir tagsüber unterwegs waren, habe ich das leider nicht in einem Bild festhalten können. Dieses Graffiti hier wäre aber zum Beispiel eines davon:

Ich fand die Tour auf jeden Fall richtig klasse vor allem auch wegen unseres Guides. Leider habe ich ihren Namen vergessen. Sie war aber wirklich richtig cool und es war total spannend ihr zuzuhören. Bereits in Mexiko hielt ich ja schon immer Ausschau nach coolen Malereien und wurde auf meinen stundenlangen Spaziergängen durch die Städte meistens auch fündig. In Bogotá muss man allerdings nicht lange suchen. Man findet in jeder Straße und kleinen Gasse diese kunstvollen Gemälde.

Das erste mal in meiner Reise entdeckte ich sogar ein Bild mit einem Waschbären. Das musste ich natürlich gleich festhalten, da Waschbären zu meinen Lieblingstieren gehören.

Nach etwas mehr als 2 Stunden endete unser Tour und wir befanden uns wieder in La Candelaria. Meiner Meinung nach war diese die beste der drei Touren. Der Guide war klasse und zeigte uns viele Graffitis, die man normalerweise nicht hätte finden können, da sie teilweise sehr versteckt waren. Für mich eine der Aktivitäten, die man in Bogotá auf jeden Fall einmal gemacht haben soll.

Aufstieg zum Aussichtspunkt Monserrate

Ein weiteres Highlight in Bogotá, welches man auf jeden Fall mitnehmen sollte, ist der Besuch des Cerro Monserrate. Hierbei handelt es sich um eine Aussichtsplattform auf einem der Hügel, welcher östlich der Stadt ganz in der Nähe des historischen Zentrums gelegen ist.

Lageplan des Cerro Monserrate

Man erreicht den Cerro Monserrate auf 2 verschiedene Weisen. Entweder entscheidet man sich für einen Fußmarsch oder man nutzt die Seilbahn am Fuße des Hügels. Da der Fußmarsch knapp eine Stunde dauert und Diana und ich bereits soviel unterwegs waren, entschieden wir uns für die Variante mit der Seilbahn. Die Seilbahn-Station befindet sich circa 20 Minuten entfernt von La Candelaria und ist super zu Fuß zu erreichen.

Talstation der Monserrate-Bahn

Für das Hin- und Rückticket zahlten wir etwa 20.000 Pesos, also rund 5 Euro. Wir hatten heute Glück und es war relativ wenig los, da das Wetter nicht wirklich gut war. Ich würde schätzen, dass wir circa 2/3 des Wartebereichs überspringen konnten und warteten trotzdem gute 40 Minuten, bis wir einsteigen konnten. Bei vollen Tagen kann man sicher auch 2 bis 3 Stunden warten. Wir hatten also auch etwas Glück. Wer nur schnell hochkommen will, kann aber auch eine Fahrt mit der Standseilbahn nehmen. Die Wartezeit für diese war um einiges kürzer, aber die Aussicht aus der Bahn ist natürlich auch nicht so spektakulär wie die aus der normalen Seilbahn.

Die Fahrt mit der Seilbahn dauert etwa 5 Minuten, also relativ kurz, aber die Aussicht, die man von der Gondel aus hat, ist ganz cool. Oben auf dem Berg kommt man zuerst an der Aussichtsplattform an, von wo aus man einen super Blick auf die Stadt hat.

Direkt neben der Plattform befindet sich noch eine kleine Kirche und ein paar Stände, die Street-Food verkaufen. Dahinter erstreckt sich eine kleine Straße mit vielen kleinen Geschäften. Es gibt außerdem einen Bereich mit einigen Restaurants, welches wir aber nicht besuchten, da wir später in der Stadt gemeinsam essen gehen wollten.

Wir verbrachten hier noch eine Weile, genossen die Aussicht, quatschten über unsere Reise und gönnten uns noch ein Bier. Die Bierauswahl in Kolumbien ist leider noch etwas kleiner als in Mexiko. Einigermaßen ok ist das Club Colombia. Alle anderen kolumbianischen Biere wie Aguila fand ich jetzt nicht so gut, da sie geschmacklich doch relativ schwach auf der Brust waren. Man findet in Bogotá aber viele Bars, die sich auf den Verkauf von Craft-Bier spezialisiert haben. Dort hingegen fand ich einige richtig gute Biere. Später erzähle ich euch mehr dazu.

Nach gut 2 Stunden auf dem Hügel, fuhren wir dann mit der Standseilbahn nach unten. Ähnlich wie unten hätten wir nämlich auf die Seilbahn ganze 40 Minuten warten müssen und wir wollten eigentlich nur noch fix runter, daher entschieden wir uns für die kürzere 15-minütige Warteschlange an der Standseilbahn.

Die Aussicht vom Cerro Monserrate ist wirklich cool und bei etwas besserem Wetter als heute, kann man bestimmt noch mehr sehen. Ich denke die Wartezeit, um dort hochzukommen, ist es auf jeden Fall wert und wenn man die Zeit hat, sollte man dem Berg auf jeden Fall einen Besuch abstatten.

Den Abend wollten wir dann bei einem letzten gemeinsamen Abendessen ausklingen lassen. Wir folgten der Empfehlung unseres Guides von gestern und suchten das Restaurant Balcones de la Candelaria auf. Dieses befindet sich direkt neben dem unter Touristen sehr beliebten Restaurant La Puerta Falsa, ist aber etwas unbekannter und hat auch etwas bessere Preise. Wir wollten an diesem Abend etwas aus der kolumbianischen Küche probieren und entschieden uns für eine Ajiaco. Ajiaco ist eine Suppe, bestehend aus 3 verschiedenen Kartoffelsorten, Hähnchenfleisch, eingelegten Kapern und Guasca (ein Krautgewächs, welches der Suppe ihren charakteristischen Geschmack gibt). Die Suppe hat uns beiden sehr gut geschmeckt und ich werde mir das in Zukunft auf jeden Fall öfters bestellen.

Wir quatschen noch eine Weile und kehrten anschließend zum Hostel zurück. Diana hatte sich einen Nachtbus gebucht, mit dem sie weiter nach Medellín fuhr. Ich wollte noch ein paar Tage bleiben und mir noch ein paar Sachen anschauen, bevor auch ich meine Reise nach Medellín fortsetzte.

Besuch des Botero-Museums

Ein sehr interessantes Museum, welches man in Bogotá besuchen kann ist das Botero-Museum. Es befindet sich ganz in der Nähe der Kathedrale im Stadtteil La Candelaria. Der Eintritt ist kostenlos und ich verbrachte hier gut eine Stunde. Aufmerksame Leser meines Blogs wissen ja bereits, dass ich nicht so der Fan von Kunst-Museen bin, aber dieses hier schien mir doch ganz interessant. Außerdem ist Fernando Botero weltweit bekannt und hier hatte ich die einmalige Gelegenheit seine Werke in Live anzuschauen.

In diesem Museum sind über 200 Bilder des kolumbianischen, in Medellín geborgenen Malers, Bildhauers und Zeichner Fernando Botero ausgestellt.

Er war einer der bekanntesten Künstler Kolumbiens und ist für seinen einzigartigen Stil dem “Boterismo” bekannt, der gekennzeichnet ist durch übergroße, voluminöse Figuren und Objekte.

Seine Kunst hat internationale Anerkennung gefunden und seine Werke werden in Museen und Galerien auf der ganzen Welt ausgestellt. Das Museum in Bogotá beherbergt allerdings die größte Sammlung von Boteros Kunstwerken weltweit.

Im Museum befindet sich aber auch eine Sammlung europäischer und nordamerikanischer Kunst aus dem 19. und 20. Jahrhundert, die Botero persönlich gesammelt und dem Museum geschenkt hat. Ich habe sogar ein Bild des norddeutschen Künstlers Emil Nolde gefunden.

Fernando Botero war nicht nur für seine Kunst bekannt ist, sondern galt auch als Philanthrop. Er gründete die Botero Stiftung, um Bildung und Kultur in Kolumbien zu fördern, und spendete große Teile seiner persönlichen Kunstsammlung an Museen in aller Welt.

Er spendete außerdem der Stadt Bogotá eine Reihe an Figuren, die auf dem Botero-Platz in Medellín aufgestellt wurden. Es war ein Geschenk an seine Heimatstadt, um sie zu verschönern und der Öffentlichkeit kostenlosen Zugang zu seiner Kunst zu ermöglichen. In meinem kommenden Artikel über Medellín werdet ihr diese Figuren sehen können.

Neben dem eigentlichen Kunstmuseum befinden sich im gleichen Gebäudekomplex noch weitere Museen wie das Casa de Moneda (Münzmuseum), das Museum für moderne Kunst und das Museum für religiöse Kunst.

Ich finde das Botero-Museum ist schon einen Besuch wert, da es einen guten in die kolumbianische Kunstgeschichte gibt. Ein Besuch im Botero-Museum ist meiner Meinung nach einer der kulturellen Höhepunkte der Stadt Bogotá.

Nacht im Theatron

Eine Sache, die man auf jeden Fall in Bogotá machen sollte, wenn man gerne in Clubs geht, ist eine Nacht im Theatron zu verbringen. Dieser Club befindet sich im Stadtteil Chapinero und ist von La Candelaria am besten per Uber oder Taxi zu erreichen. Die Fahrt dorthin dauert circa 15 Minuten. Das Theatron verfügt über 13 verschiedene Tanzflächen und ist damit der größte Nachtclub Südamerikas und einer der größten Weltweit.

Ich traf mich vorab mit Eddie, einem Kanadier, den ich während einer der Walking Touren mit Diana kennenlernte, in der Bar Sol & Luna Full 80 90 ganz in der Nähe des Clubs. Die Bar hat einige sehr gute Craft-Biere auf der Karte. Wir gönnten uns eine große Karaffe Schwarzbier und machten uns gegen 23:00 Uhr auf den Weg ins Theatron. Wir waren an einem Samstag dort und mussten daher Eintritt zahlen. Dieser belief sich aber lediglich auf 50.000 Pesos, also etwa 13 Euro. Für so einen riesigen Club geht das denke ich mal in Ordnung.

Zuallererst wollten wir uns einen Überblick über den Club verschaffen und da fing das Problem schon an. Das Gebäude verfügt über insgesamt 5 Etagen und man verläuft sich super schnell. Wir irrten also erst einmal eine Weile umher und gönnten uns an der einen oder anderen paar ein paar Bier. Wir blieben als erstes eine Weile auf dem Dach, dort lief entspannte elektronische Musik. Ich habe im Club aus Sicherheitsgründen keine Fotos gemacht, da ich mir nicht so sicher war, wie schnell ich mein Handy dabei verlieren würde. Ich habe aber ein kurzes Video auf dem Dach für euch aufgenommen, dass ich euch zeigen kann:

Nach ein paar Stunden traf sich Eddie noch mit einem Freund und ich streifte von da an alleine durch den Club. Letztendlich verbrachte ich noch eine Stunde auf einer Reggaeton-Tanzfläche. Dort lernte ich Sofia kennen, die mit ihrer Freundin und 2 Kumpels zusammen unterwegs war. Sie kommt aus Bogotá und sie bot mir an ein paar coole Spots in der Stadt zu besuchen, die ich bisher noch nicht kannte. Gegen 4:00 Uhr machte ich mich dann mit dem Uber zurück zum Hostel.

Mein Fazit zum Theatron: Obwohl ich eigentlich nicht so der Fan von Clubs bin, sondern es mittlerweile besser in Bars und Kneipen aushalte, hatte ich in diesem Laden echt viel Spaß. Es war zwar sehr voll, aber dadurch, dass das Theatron allgemein riesig ist, verläuft sich alles ein wenig. Ein Pluspunkt ist definitiv die Auswahl an Musikstilen. Die Bandbreite (von der ich mitbekommen habe) reicht von Rock, 80ern und 90ern über Elektro, Rock, Pop und Reggaeton bis hin zu Salsa. Auch die Barangestellten waren total nett und vorteilhaft war auch, dass man alles mit Karte zahlen konnte. Wer also an einem Freitag- oder Samstagabend in Bogotá noch nichts vorhat, ist eine Nacht im Theatron absolut empfehlenswert.

Meine Café und Restaurantempfehlungen

Die verbleibende Zeit, die mir in Bogotá blieb, bis ich am 01.04.24 meinen Flug nach Medellín nahm, verbrachte ich relativ ruhig. Wie schon ein paar Tage davor, nutzte ich die Zeit unter anderem zum Schreiben meiner Blog-Einträge und besuchte unterschiedlichste Cafés und Restaurants. Meine Favoriten möchte ich hier mit euch teilen.

Crepes & Waffles

Eine Restaurantkette, die in Kolumbien sehr bekannt und beliebt ist ist das Crepes & Waffles. Die Kette besitzt Restaurants in jeder Ecke Kolumbiens und bietet, wie der Name schon sagt, unterschiedlichste Crepes und Waffeln an und auch die Auswahl an Café ist nicht zu vernachlässigen. Das war auch einer der ersten Lokale, die ich zusammen mit Sofia besuchte. Ich erzählte ihr, dass ich bisher noch nie in einem Crepes & Waffles war und sie meinte, dass wir da auf jeden Fall einmal hingehen sollten.

Sofia und ich bei Crepes & Waffles

Es gibt die Crepes und Waffeln in herzhafter oder süßer Variante und die, die ich bis zum Zeitpunkt des Schreibens dieses Artikels probierte, waren alle unglaublich gut.

Der Eingangsbreich

Die Filialen sind meist sehr groß und trotzdem musste ich einige Male in einer Warteschlange stehen, um hineinzukommen. Das ist aber laut Sofia ganz normal, da die Restaurants vor allem am Wochenende ein beliebter Anlaufpunkt sind.

Im Restaurant

Wir waren zu sehr später Stunde kurz vor Ladenschluss dort und daher seht ihr auf meinen Fotos auch so gut wie keinen anderen Kunden. Allgemein passen die Gerichte bei Crepes & Waffles eigentlich zu jeder Tageszeit. Egal ob Frühstück, Mittag oder Abendessen, die Auswahl ist bei denen denkbar groß.

Origenes Café

Ein weiteres Cafés, das ich euch empfehlen kann, ist zum einen das Origenes Café. Dieses befindet sich in La Candelaria und eignet sich perfekt zum Frühstücken. Beim Origenes Café muss man allerdings etwas Glück haben oder früh da sein, wenn man einen Platz haben möchte, da es häufig kein Platz frei ist. Ich wollte 3 mal dort frühstücken und habe es nur 1 mal geschafft einen Platz zu bekommen. Ich bestellte mir ein Omelette mit Käse, einen Obstsalat und einen Kaffee. Das Omelette als auch der Kaffee waren sehr gut.

Gastrobar La Choppería la Candelaria

Zum anderen kann ich euch auch die Gastrobar La Choppería la Candelaria zum Frühstücken empfehlen. Diese liegt eine Straßenecke vom Origenes Café entfernt und hat etwas mehr Platz. Ich entschied mich hier für das amerikanische Frühstück (siehe Foto). Das Frühstück war in beiden Cafés extrem gut und empfehlenswert.

In der Gastrobar La Choppería la Candelaria

Jaguar Coffee Bogotá

Ein weiteres Café, welches mir extrem gut gefiel, war das Jaguar Coffee Bogotá. Die Auswahl an verschiedenen Kaffees ist riesig, der Kaffee ist unglaublich gut und es gibt eine Vielzahl an kleinen Sofaecken, in denen man es sich gemütlich machen kann.

Das Jaguar Café war mit Abstand eines meiner Lieblingscafés in Bogotá. Ich war bestimmt gute 5 Mal dort. Auch zum Arbeiten eignet sich das Café sehr gut. Es ist ziemlich geräumig und verfügt über schnelles Internet.

San Felipe

Dann möchte ich euch noch 3 Restaurants vorstellen, die sich sehr gut zum Mittag- bzw. Abendessen eignen. Da wäre zum einen das Restaurant San Felipe. Es befindet sich in einem restaurierten Kolonialgebäude und ist für seine traditionelle kolumbianische Küche bekannt.

Das Restaurant bietet eine gemütliche Atmosphäre und ist bei Einheimischen als auch bei Touristen beliebt. Auf der Speisekarte stehen typische kolumbianische Gerichte wie Ajiaco, Bandeja Paisa (eine große Platte mit Fleisch, Bohnen, Reis, Avocado und mehr) und verschiedene Empanadas.

Ich habe mir ein Curry mit Salat, Reis und Pommes bestellt. Ich wurde zwar des Öfteren mal aus engeren Kreisen darauf hingewiesen, dass meine Essens-Fotos nicht wirklich appetitlich aussehen, aber ich kann euch vergewissern, dass dieses Curry sehr gut war.

Im San Felipe

Puerta de la Catedral

Das Restaurant Puerta de la Catedral liegt, wie der Name schon sagt, in unmittelbarer Nähe zur Kathedrale von Bogotá im historischen Viertel La Candelaria und gehört zu den etwas höherpreisigen Restaurants. Mir wurde das Restaurants mehrfach empfohlen, daher wollte ich zumindest einmal vorbeischauen. Nach einer kurzen Wartezeit von circa 15 Minuten bekam ich einen Tisch und bestellte mir Lachs mit Salat und Pommes. Neben Fischgerichten bekommt man in dem Restaurant aber auch klassische kolumbianische Gerichte wie Mondongo, Ajiaco, Bandeja Paisa, Steaks und Empanadas. Ich fand es hier auch ganz nett, aber würde glaube ich das San Felipe vorziehen, da dieses etwas weniger schickimicki war.

In der Puerta de la Catedral

Los Antojos del Coyote

An einem Abend lernte ich noch Pablo, seinen Kollegen (den Namen habe ich leider vergessen) und Cecilla aus der Schweiz kennen. Wir trafen uns eher zufällig im Aufenthaltsraum vom Masaya Hostel. Wir quatschten eine Weile und entschieden uns dazu, gemeinsam Essen zu gehen. Letztendlich landeten wir im mexikanischen Restaurant Los Antojos del Coyote, welches unweit vom Hostel entfernt lag. Nachdem wir etwas Schwierigkeiten hatten den Eingang zu finden, (auf Grund des starken Regens war nämlich die Eingangstür verschlossen) fanden wir dann aber doch eine nette Ecke in der zweiten Etage des Restaurants. Ich bestellte mir zur Abwechselung mal wieder Tacos und einen Burrito. Die waren natürlich nicht ganz so gut wie in Mexiko, aber wir waren eigentlich alle mit dem Essen und auch mit dem Service sehr zufrieden.

Im Los Antojos del Coyote

Bogotá Beer Company Cervecería (BBC)

Pablos Kollege flog bereits am nächsten Tag nach Deutschland zurück und auch Cecilia reiste am nächsten Tag in Richtung Galapagos-Inseln ab. Ich traf Pablo dann eher zufällig noch einmal beim Training im SmartFit. Das SmartFit ist eine der größten Fitnesscenter-Ketten in ganz Lateinamerika.

Wir verabredeten uns auf ein Abschieds-Bierchen einem Bierlokal mit dem Namen BBC, da Pablo einen Tag später auch zurück nach Deutschland flog. Die BBC Cervecería (Bogotá Beer Company) ist eine der bekanntesten Brauereien in Kolumbien und wurde im Jahr 2002 gegründet. Sie hat ihren Hauptsitz in Bogotá und ist für ihre breite Palette an handwerklich gebrauten Bieren bekannt, die von traditionellen Stilen bis hin zu kreativen Variationen reichen. Sie hat sich als eine der führenden Craft-Brauereien des Landes etabliert und gewinnt sowohl national als auch international Anerkennung für ihre hochwertigen Biere.

BBC Cervecería in La Candelaría

Insgesamt standen glaube ich 6 Biere zur Auswahl von denen ich bereits 2 zusammen mit Sofia probierte. Alle hatten ihren eigenen Charakter und waren richtig gut. Für Bierliebhaber ist sind diese Cervecerías wirklich ein Juwel. Ich habe euch mal einen Auszug aus der Karte eingefügt:

Pablo und sein Kollege waren auch schon eine Weile unterwegs und wir plauderten ein wenig über unsere Reise. Ich fand ihn wirklich ganz nett. Schade, dass er schon so früh abreiste.

Meine Abreise aus Bogotá

Am 01.04.24 ging es dann auch für mich weiter, und zwar nach Medellín. In Medellín hatte ich mir im Voraus für einen Monat ein Zimmer in einem AirBnB gemietet. Im Gegensatz zu Bogotá hörte und las ich bereits viel Gutes aus Medellín. Die Stadt soll allgemein sehr schön sein und soll sich gut eignen, um dort auch mal etwas mehr Zeit zu verbringen. Die Menschen sollen sehr nett sein und allgemein ist die Stadt sehr modern und innovativ.

Und auch in der näheren Umgebung von Medellín kann man einiges unternehmen. Wenn man gerne kleine Pueblos besucht, so wie ich es gerne tue, wird einem in Antioquia, einem der größten Departments in Kolumbien, so schnell nicht langweilig.

Ich nistete mich für meine letzten 2 Nächte im Hotel Botániko ein, welches sich in unmittelbarer Nähe zum Flughafen befand. Von dort aus nahm ich am Morgen des 01.04.24 ein Uber zum Flughafen. Die Abfertigung am Flughafen war wie bei meiner Ankunft vor 12 Tagen sehr unkompliziert und zügig. Nach nicht einmal 35 Minuten Flug kam ich anschließend in Medellín an.

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