11.11.-12.11.23: Chignahuapan und Zacatlán

Die letzten beiden Orte, die ich während meines Aufenthalts in Puebla zusammen mit Estefania besucht habe, waren die Pueblos Magicos Chignahuapan und Zacatlán. Unsere Reiseroute sah dann wie folgt aus: Am Samstag ging es mit dem Bus von Puebla nach Chignahuapan. Dort wollten wir übernachten und am Folgetag in das benachbarte Zacatlán weiterfahren und am selben Abend dann zurück nach Puebla.

Unsere Reiseroute für das Wochenende

Los ging es also früh morgens um 6:00 Uhr nach Chignahuapan mit dem Bus. Die Stadt liegt etwa 2.5 Stunden entfernt Richtung Norden aus von Puebla aus gesehen und liegt auch noch im gleichnamigen Bundesstaat. Chignahuapan hat etwa 20.000 Einwohner und ist damit wirklich eher ein kleines Dorf als eine Stadt. Die Auszeichnung als Pueblo Magico erhielt das Städtchen unter anderem für sein kolonialzeitliches Stadtzentrum. Die Stadt ist außerdem in Mexiko dafür bekannt, dass hier in großem Stil Weihnachtsbaumkugeln aus Glas hergestellt werden. In der Weihnachtssaison kommen hier viele Mexikaner vorbei, um sich mit Christbaumkugeln einzudecken. Im Jahr werden hier etwa 65 Millionen dieser Kugeln hergestellt, in ganz Mexiko verkauft und sogar nach Europa exportiert.

Direkt nach unserer Ankunft ist mir sofort aufgefallen, dass es hier deutlich kälter ist als im 2.5 Stunden entfernten Puebla. Es war zwar noch früh am morgen aber selbst in Puebla war es zu dieser Zeit bei weitem nicht so kalt. Ich war schon beeindruckt wie schnell sich hier das Klima ändern kann. Für mich war es angenehm frisch, aber für Mexikaner war es tiefster Winter. Die Menschen liefen hier mit dicken Pudelmützen und mehreren Jacken und Handschuhen durch die Straßen. Dabei waren es vielleicht mal 12 Grad. Aber das ist für Mexiko schon extrem kalt, zumindest für diese Region.

Als erstes haben wir uns wie so oft auf unseren Touren auf den Weg ins Zentrum gemacht, da hier am meisten los ist und man auch die meisten Sehenswürdigkeiten antrifft. Unser erster Stopp war die Basilika der unbefleckten Empfängnis (Basílika de la Inmaculada Conceptión). Hier findet man eine 14 Meter hohe Skulptur der Jungfrau Maria, die in ihren Händen den kleinen Jesus hält. Die Figur ist aus Zedernholz angefertigt und ist die höchste religiöse Innenskulptur in ganz Lateinamerika.#

Weiter ging es dann durch die Hauptstraße des Stadtzentrums auf der diverse Weihnachtsartikel angeboten wurden. Von Lichternketten, Schmuck, Kleidung, Spielzeuge und natürlich: Weihnachtsbaumkugeln. Zudem konnte man hier verschiedene alkoholische Getränke erwerben wie Apfelwein, Spirituosen, Wein und Rompope. Rompope ist eine Art Eierlikör welcher mit Rum hergestellt ist und in vielen Ländern Zentralamerikas getrunken wird.

Nach einer kurzen Schlender-Tour durch die ganzen Stände kamen wir dann am Stadtzentrum an. Hier fanden wir wie in so vielen anderen Städtchen einen bunten Pavillion und natürlich den Stadtnamen in den bunten Buchstaben. Im Zentrum der Stadt findet man ausserdem auch eine Franziskanerkirche aus dem 16. Jahrhundert: Die Parroquia de Santiago Apóstol.

Auch ein kleines Haus, welches wahrscheinlich zum Anlass der Deklarierung der Stadt zum Pueblo Magico im Jahr 2012 errichtet wurde und ein paar schicke Wandmalereien enthielt, konnte man betreten.

Nach einer kleinen Stärkung in einem kleinen schicken Cafe direkt im Zentrum haben wir uns dann auf den Weg zum nahegelegenen Thermalbad den Aguas Termales de Chignahuapan gemacht. Diese Anlage wird mit Wasser aus einer heißen Quelle versorgt und bietet verschiede Becken mit verschiedenen Temperaturen. Wenn man möchte kann man hier auch übernachten, da die Anlage auch ein Hotelkomplex enthält. Das Wasser riecht etwas gewöhnungsbedürftig, da es etwas schwefelhaltig ist. Aber ich hab mich nach einiger Zeit dran gewöhnt. Dieses liegt etwa 30 Minuten vom Stadtzentrum entfernt und ist mit einem Colectivo leicht zu erreichen. Dieses setzt einen etwas oberhalb des Thermalbades ab und man muss noch etwa 10 Minuten zu Fuß eine kleine Straße hinabgehen bis man zum Eingang kommt. Falls man irgendetwas für seinen Badebesuch vergessen haben sollte, konnte man es hier noch schnell einkaufen. Auch Restaurants und kleine Stände mit Streetfood konnte man hier finden, sodass man nach seinem Badebesuch hier noch etwas essen konnte, falls man wollte.

Für knapp 100 Pesos kann man hier eine Tageskarte erwerben, die einem Zugang zu allen Hauptbädern ermöglicht. Die Anlage ist außerdem mit einem Restaurant und einer Bar ausgestattet, sodass man hier kein Essen mit reinschleppen muss. Das Bier wird einem sogar zum Pool gebracht. Wir haben uns also fix umgezogen und sind dann auch fix ins Wasser, da es in kurzer Hose doch etwas kühl war. Und das Wasser war wirklich sehr warm bis hin zu heiß. Wir waren etwas außerhalb der Hauptsaison dort, sodass es auch nicht zu voll war.

Nach gut 3 Stunden hatten wir dann genug und haben uns auf den Rückweg gemacht. Wir wollten auch noch etwas Zeit haben, um uns die Stadt im dunkeln anzuschauen und essen wollten wir natürlich auch noch was. Also schnell raus aus dem Wasser, duschen, umziehen und hoch zum Colectivo. Gegen 18:00 Uhr waren wir dann zurück in Chignahuapan und haben einen kleinen Abendspaziergang durch die Stadt gemacht. Für mich gabs zur Abwechselung mal Hotdogs. Estefania hat sich für Tacos entschieden. Ich hatte zu dem Zeitpunkt erst einmal genug von Tacos und war froh, dass man hier doch eine große Auswahl an verschiedenen Street-Food Varianten hatte.

Das war dann auch schon der Abschluss unserer Tour durch Chignahuapan. Wir sind zurück zu unserem Hotel, welches direkt in der Einkaufsstraße lokalisiert war. Für 600 Pesos haben wir uns hier ein Zimmer genommen und wir beide waren mit dem Hotel sehr zufrieden. Die Zimmer waren sauber, es war ruhig, obwohl es direkt unterhalb der Einkaufsstraße liegt.

Am nächsten morgen haben wir uns auf den Weg in das nahegelegene Zataclan gemacht. Genauso wie Chignahuapan liegt Zataclan im Bundesstaat Puebla und wurde wegen seines kolonialzeitlichen Stadtzentrums ausgezeichnet. Der häufige Regen vor allem in den Sommermonaten bietet optimale Bedingungen für den Obstanbau. Besonders geprägt ist die Region um Zacatlan durch den Anbau verschiedener Apfelsorten. Daher trägt die Stadt auch den Namen Zacatlan de las Manzanas (Manzana bedeutet Apfel auf spanisch). Die Stadt hat ungefähr 40.000 Einwohner und das Klima ist für mexikanische Verhältnisse relativ kühl. Als wir am morgen ankamen war es ähnlich wie in Chignahuapan relativ frisch am morgen. Zum Glück hatte ich meinen Pulli und auch eine lange Hose mit. Sobald die Sonne jedoch rauskommt wird es relativ schnell warm und so hatte ich immer ein Satz kurze Hosen und T-Shirt in meinem Tagesrucksack.

Leider war es an diesem Tag sehr neblig und unser Plan einen Ausflug zu einem nahegelegenen Wasserfall und der Besuch einer Aussichtsplan hatten sich damit erledigt. Schon die ersten Einheimischen, die wir nach dem Weg gefragt hatten, meinten zu uns, dass wir dort gar nicht hingehen müssen, da man nichts sehen kann bei dem Nebel. So haben wir uns dazu entschieden einfach einen Stadtrundgang zu machen und uns dieses doch etwas abgelegene Städtchen genauer anzuschauen. Zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt zählen unter anderem der Parque Central mit dem Palacio Municipal und die Pfarrkirche San Pedro, die sich direkt im Stadtzentrum befindet. Als erstes haben wir allerdings einen kleinen Abstecher über einen Friedhof gemacht, der sich auf dem Weg ins Zentrum befand.

Weiter ging es vorbei an verschiedenen kleinen Händlern die lokale Produkte wie handgeschneiderte Kleidung, diverse Souvenirs im Apfel-Design und untern auch Apfel-Bier verkauften. Ich hab es natürlich gleich mal gekauft und probiert, aber der Geschmack hat mich nicht wirklich überzeugt.

Leider fing es jetzt auch noch an zu regnen und da wir keinen Schirm mitgenommen hatten, haben wir es uns in einem kleinen Kaffee gemütlich gemacht und haben hier sicherlich 1 Stunde verbracht bis der Regen aufgehört hat. Anschließend kamen wir dann am Parque Central an, haben uns die Pfarrkirche San Pedro als auch die Kathedrale von San Franzisco de Asis angeschaut.

Und natürlich haben auf dem Weg auch noch diverse Catrinas als auch den bunten Stadt-Schriftzug gefunden.

Zum Tagesabschluss haben wir noch das Restaurant Los Faroles auf Empfehlung einer Freundin von Estefania besucht. Hier gab es für mich Burger und Tacos; für mich eine gute Kombination. Danach ging es dann mit dem Bus zurück nach Puebla. Die Busstation befand sich etwas außerhalb des Zentrums und so mussten wir erst mit einem kleinen Linienbus etwas aus der Stadt raus, um dann zum Terminal zu gelangen. Zum Glück helfen einem die Einheimischen immer gerne aus. Ich war erstaunt, dass die großen Buslinien selbst so kleine Orte mit den großen Reisebussen ansteuern. So ging es für 200 Pesos im Reisebus innerhalb von 3 Stunden zurück nach Puebla.

3 responses to “11.11.-12.11.23: Chignahuapan und Zacatlán”

  1. Hallo Finn, 

    <

    div dir=”ltr”>Wie immer e

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    1. Hallo Finn

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