25.02. – 09.03.24: Aguascalientes Teil II

Mein erster Bericht über Aguascalientes handelte ja vor allem vom Familienleben und unseren gemeinsamen Ausflügen rund um Aguascalientes. Ich war natürlich auch allein unterwegs habe mir Canada Honda als auch Aguascalientes selbst erkundet und war auch an einem Wochenende in den Clubs von Aguascalientes feiern. Außerdem machten wir alle gemeinsam noch einen Tagesausflug in die Stadt Zacatecas im Bundesstaat Zacatecas. Von all diesen Sachen berichte ich hier in meinem zweiten Teil über Aguascalientes.

Die Colonia Canada Honda

Was in meinem ersten Artikel natürlich noch fehlte, ist eine kleine Beschreibung der Ortschaft General José María Morelos y Pavón auch Canada Honda genannt. Diese liegt etwa 22 km außerhalb der Stadt Aguascalientes und hat circa 2500 Einwohner.

Lage des Ortes Canada Honda

Die Ortschaft ist wirklich sehr klein. Trotzdem findet man eigentlich fast alles, was man im alltäglichen Leben so braucht. Neben einigen Lebensmittelhändlern gibt es einen Supermarkt, der auch in die späten Abendstunden geöffnet hat, es gibt eine Apotheke, einen Eisladen, ein paar kleine Restaurants, Wäschereien, Kleidungsgeschäfte und einen Baustoffhandel.

In dem kleinen Eisladen gab es wirklich super leckeres, frisch zubereitetes Eis und ich war einige male zusammen mit Regina dort, um uns Eis zu holen.

Wenn ich das mit meinem Dorf in Deutschland vergleiche, hinken wir da doch etwas hinterher, wobei wir allerdings auch schneller in der nächstgelegenen Stadt sind und man die meisten Sachen auch nicht unbedingt vor Ort braucht. Im Zentrum des Ortes befindet sich außerdem ein kleiner schicker Platz, der Plaza Rafael Ramirez. Direkt neben dem Park befindet sich die Ortskirche, die Iglesia de Nuestra Señora del Refugio.

In der Ortsmitte von Canada Honda

Weiterhin fand jede Woche, ich glaube es war Donnerstag, ein Wochenmarkt statt, auf dem Lebensmittel, Kleidung, Schmuck, Spielzeuge und viele weitere Dinge verkauft wurden. Außerdem befindet sich direkt in der Ortsmitte auch ein sehr gut ausgestattetes Fitnesscenter. Hier war ich einige Male zusammen mit Sofia trainieren. Für 40 Pesos bekommt man ein Tagesticket und es gab hier eigentlich alles, was ich für ein gutes Training gebraucht habe. Auch die Besitzer waren super freundlich.

Fitness mit Sofia

Ein weiteres interessantes Gebäude ist das ehemalige Anwesen von Canada Honda konstruiert im 19. Jahrhundert vom Architekten Refugio Reyes. Auf diesem 6 Hektar großen Gelände befindet sich heute das Mädchen-Internat Escuela Normal Rural “Justo Sierra Méndez in dem 400 Schülerinnen Platz finden. An einem Abend machte ich zusammen mit Amanda und Sofia einen kleinen Rundgang durch das Gelände, welches offensichtlich öffentlich zugänglich war. Neben den Klassenräumen gibt es große Wohnhäuser für die Schüler, ein Schwimmbad, eine Mensa und ein großes Sportfeld. Ich hätte nicht gedacht, es sich innerhalb einer so kleinen Ortschaft ein doch relativ großes Internet befindet. Die Anlage war auch wirklich gut gepflegt und schaute auch von außen ganz schick aus.

Ich denke als Familie kann man in Canada Honda supergut leben, da es sehr ruhig und sicher ist. Bis in die Nacht sind hier Familien mit ihren Kindern unterwegs, was für mich immer ein Zeichen dafür war, dass der Ort beziehungsweise die Zone in der ich mich gerade befindet sicher ist. Ich fühlte mich hier auf jeden Fall sehr sicher. Wenn man etwas mehr Stadtfeeling braucht, ist es hier glaube ich etwas zu ruhig und ich kann mir vorstellen, dass es einige Heranwachsende ziemlich schnell nach Aguascalientes selbst zieht, da dort natürlich viel mehr los ist.

Stadtrundgang in Aguascalientes

An einem Tag begab ich mich dann auch auf einen Rundgang im Zentrum von Aguascalientes. In meinem ersten Artikel habe ich euch ja bereits einige Informationen zur Stadt gegeben, aber es fehlten natürlich noch ein paar Bilder dazu. Meine erste Station auf meinem Rundgang war das Nationalmuseum des Todes.

In diesem im Jahr 2007 eröffneten und der Öffentlichkeit zugänglich gemachten ständigen Sammlung befinden sich mehrere hunderter Artefakte wie Gemälde, Skulpturen, Lithographien und Fotos, welche die vielfältige Beziehung der mexikanischen Gesellschaft zum Tod beschreiben.

Im Gegensatz zu Deutschland, wo Tod ja eigentlich immer mit Trauer in Verbindung gebracht wird, werden die Toten in Mexiko durch Feste wie dem Tag der Toten Anfang November regelrecht zelebriert.

Daher war es für mich ganz interessant zu sehen, wie dieser Kult um den Tod entstanden ist. Der Besuch des Museums ist mit 60 Pesos relativ günstig und lohnt sich auf alle Fälle. Ich habe hier etwa 1.5 Stunden verbracht, da die Ausstellung schon wirklich sehr weitreichend ist.

Vor allem die Kunstausstellung war wirklich riesig und obwohl ich mich nicht so wirklich für Kunst begeistern kann, da die sie vielleicht auch nicht richtig verstehe, bin ich doch ein paar Mal an einigen wirklich interessanten Bildern stehen geblieben, um vielleicht doch zu versuchen zu verstehen, was diese Bilder wohl zu bedeuten haben.

Leonel Maciel – Sin Título (2005)
Daniel Munoz – El martirio de San Cristobal (1997)
Erandini Figueroa – Catrina con celular (1992)

Es befinden sich aber auch ganz andere Dinge hier im Museum. Zum Beispiel dieser riesige Schädel, dem man gleich am Eingang des Museums begegnet. Dieser ist im Spielfilm James Bond 007 – Spectre zu sehen und wird daher auch Calavera (Schädel) Spectre genannt.

Calavera Spectre – César Martínez Velasco (2014)

Nachdem ich hier meine Runde drehte, ging ich weiter ins historische Zentrum der Stadt, genaugenommen zum Antigua Plaza de la Patria. An diesem zentralen Platz befindet sich eines der Wahrzeichen der Stadt Aguascalientes, die Kathedrale von Aguascalientes (Catedral Basílica de Ntra. Sra. de la Asunción) aus dem Jahr 1738.

Außerdem befindet sich direkt vor der Kathedrale der bunte Stadtname und das Regierungsgebäude der Stadt

Buchstaben von Aguascalientes
Regierungsgebäude von Aguascalientes

Von hier aus habe ich mich auf die Suche nach einem gemütlichen Café gemacht und bin auch relativ schnell fündig geworden. Nördlich der Kathedrale gelegen findet man die kleine hübsche Gasse Calle del Codo mit einigen Restaurants und Cafés.

Calle del Codo

Ich machte im Café del Codo eine kleine Pause und gönnte mir einen Zitronen-Smoothie und einen Cappuccino. Eigentlich ein ganz nettes Café mit akzeptablen Preisen (Cappuccino 58 Pesos und Smoothie 68 Pesos) und freundlichem Personal.

Café del Codo

Auf Empfehlung von Brenda setzte ich meinen Spaziergang fort in Richtung der Straße Venustiano Carranza, die direkt hinter der Kathedrale beginnt. In dieser Straße befinden sich diverse Restaurants, Cafés, Clubs und so weiter. Wenn man also abends in Aguascalientes ausgehen möchte, ist dies definitiv der richtige Ort. Aber auch zum entspannten Café-Trinken trinken, kann ich diese Straße sehr empfehlen.

In der Venustiano Carranza

Am Fuße der Straße befindet sich dann der Garten von San Marcos (Jardín de San Marcos). Eine sehr schön gepflegte Parkanlage mit vielen Sitzmöglichkeiten und kleinen schattigen Plätze, um vor der Hitze zu fliehen.

Im Jardín de San Marcos

Das waren eigentlich schon alle Hauptstationen, die ich auf meinem Rundgang angeschaut hatte, aber die Stadt hat darüber hinaus noch mehr zu bieten. Und zwar gibt es noch weitere Museum wie das Eisenbahnmuseum, das Kunstmuseum Museo José Guadalupe Posada und das Museum für zeitgenössische Kunst. Am heutigen Tag entschied ich mich gegen einen Besuch weiterer Museen, da ich zeitig zum Abendessen wieder zurück sein wollte. Aber mir wurden diese Museen von mehreren Leuten aus Aguascalientes empfohlen und ein Besuch lohnt sich bestimmt.

Zum Abschluss dieses Abschnitts gibt es noch ein paar Fotos aus der Stadt, die ich während meines Spaziergang machte:

Ausflug zum Plaza Tres Centurias

Ich möchte euch an dieser Stelle noch über einen spontanen abendlichen Familienausflug nach Aguascalientes berichten, der mir in Erinnerung geblieben ist, da an diesem Tag die ganze Familie mit dabei war.

Gemeinsames Foto auf dem Plaza Tres Centurias

Nach einem spontanen Besuch zum Abendessen von Amandas Schwester Hortencia, ihrem Ehemann Angel und ihrer Kinder Lluvia und Julio fuhren wir alle gemeinsam zum Plaza Tres Centurias im Zentrum von Aguascalientes.

Auf dem Gelände befand sich früher eine wichtige Eisenbahnstation mit Lagerhäusern und diversen Werkstätten. Nach der Einstellung des Bahnbetriebes wurde dies Station Teil des Eisenbahnmuseums und viele Gebäude und Maschinen aus der damaligen Zeit blieben erhalten.

Heutzutage befindet sich hier außerdem ein großer Freizeitkomplex. Am Wochenende findet hier ein Markt statt und viele Familien aus Aguascalientes nutzen die Gelegenheit den Sonntag hier bei Tacos und guter Musik ausklingen zu lassen.

Wir machten somit genau das und schlenderten zwischen den Buden umher und verbrachten einfach eine schöne Zeit miteinander. Ich finde diese Tradition hier in Mexiko, dass man am Wochenende viel Zeit zusammen mit der Familie verbringt, wirklich ganz schön und durch solche Orte wird das auch wirklich gefördert.

Treffen mit Lemuria und Gabriel

Natürlich wollte ich auch zumindest einmal abends ausgehen und das Nachtleben kennenlernen. Glücklicherweise hatte ich schon vor meiner Reise nach Mexiko Kontakt mit Brendas bester Freundin Lemuria, die mit ihrem Freund zusammen in Aguascalientes wohnt und mich einlud zusammen mit ihrem Freund und zwei Freundinnen auszugehen.

Wir verabredeten uns an einem Freitagabend und trafen uns zuerst in der Bar Segunda Casa im Stadtzentrum; um uns kennenlernen, da ich weder Lemuria noch ihren Freund Gabriel geschweige denn ihre Freundinnen kannte. Vor unserem Treffen hatte ich ein paar Bedenken, ob es mit der Kommunikation klappen würde, denn schon vor meine Reise schickte Lemuria mir ab und zu mal ein paar Sprachnachrichten und ich hatte damals noch einige Schwierigkeiten sie zu verstehen.

Meine Bedenken waren aber unbegründet, da sich mein Spanisch in der Zwischenzeit deutlich verbessert hatte. Und die beiden waren so nett und wir haben uns sofort supergut verstanden, was dazu führte, dass ich mich sofort sehr wohl gefühlt hatte. Die erste Stunde verbrachte ich mit den beiden allein und ich erzählte ihnen viel über meine Reise und was ich so erlebt hatte, und im Gegenzug erzählten mir Lemuria und Gabriel, die beiden die ich bisher nur von Fotos auf Instagram kannte, wie es ist in Aguascalientes aufzuwachsen. Nach knapp einer Stunde kamen dann ihre beiden Freundinnen dazu. Wir quatschten noch eine Weile und auch die beiden waren supernett.

Vielleicht noch ein paar Worte zur Bar: Das Segunda Casa (deutsch: Zweite Haus) ist eine ganz schicke Bar mit zwei Etagen. Unten ist es etwas entspannter, und in der oberen Etage ist es schon fast wie ein kleiner Club, da hier ein DJ Musik auflegte. Diese war für meinen Geschmack viel zu laut, aber das ist in Mexiko einfach so, dass Musik einfach immer um ein vielfaches lauter gespielt wird als in Deutschland. Man muss sich einfach dran gewöhnen. Ansonsten bekommt man hier eine gute Auswahl an Tequila, Cocktails und Bier zu vernünftigen Preisen in einem schönen Ambiente.

Gruppenfoto in der Bar Casa Segunda

Wir entschieden uns im Anschluss einen Club zu besuchen, und zwar den Club Disco Radar. Auch von diesem Club hatte ich im Vorfeld schon gehört, da Brenda und Lemuria dort gelegentlich feiern gingen und ich auch schon ein paar Fotos gesehen hatte. Hier läuft so wie ich es verstanden hatte hauptsächlich elektronische Musik. Diese war auch wirklich gut (zumindest für meinen Geschmack).

Die Belüftung dieses Ladens lässt allerdings wirklich zu wünschen übrig. Auf der Tanzfläche roch es nicht wirklich gut, die Luft war sehr abgestanden und wir entschieden uns noch einen weiteren Laden aufzusuchen, und zwar den Club Barrabaila nicht unweit entfernt von der Disco Radar. Hier verbrachten wir noch ein paar Stunden und gegen 2:30 Uhr nahm ich dann ein Uber für stolze 470 Pesos zurück nach Canada Honda (am Folgetag fuhren wir nach Zacatecas).

Der gesamte Abend mit Lemuria, Gabriel und ihren zwei Freundinnen war superschön und ich war sehr glücklich, dass sie mich mitgenommen haben. Immerhin kannten sie mich ja überhaupt nicht. Das war ihnen aber völlig egal und war hatten einen tollen Abend/Nacht zusammen. Ich traf mich sogar noch ein weiteres Mal an einem anderen Tag mit Lemuria und Gabriel für einen abendlichen Spaziergang in Aguascalientes, wo Lemuria übte Fotos mit manueller Einstellung aufzunehmen. Hier sind einige von ihren Fotos, die wirklich schön geworden sind:

Ich bin froh, dass wir uns getroffen haben. Die beiden sind wirklich sehr liebe Menschen und ich hoffe ich kann sie bald einmal wiedersehen (vielleicht auf meiner nächsten Mexiko-Reise).

Ausflug nach Zacatecas

Am Folgetag den 02.03. fuhren Amanda, Luciano, Alison, Sofia, Regina und ich gemeinsam nach Zacatecas. Zacatecas ist die Hauptstadt es nördlich von Aguascalientes gelegenen gleichnamigen Bundesstaates.

Auf dem Weg nach Zacatecas

Im Jahr 1546 traf die spanische Armee in der Region ein und entdeckte große Silbervorkommen was dazu führte, dass kurz darauf im Jahr 1548 die Stadt Zacatecas gegründet wurde. Heutzutage hat die Stadt ca. 140.000 Einwohner. Im Jahr 1993 wurde sein historisches Zentrum von der UNESCO aufgrund seiner städtebaulichen Gestaltung, seines architektonischen Reichtums und seiner Geschichte zum Weltkulturerbe erklärt.

Wir wollten uns gemeinsam die Stadt anschauen und hatten außerdem geplant auf den Cerro de la Bufa, einem stadtnahen Hügel von dem aus man einen super Ausblick auf die Stadt hat, zu fahren.

Nach einer etwa 1.5-stündigen Autofahrt auf der doch sehr Schlagloch-haltigen Autobahn kamen wir schließlich in Zacatecas an. Wir fuhren gleich als erstes hoch zum Berg und genossen von hier oben die Aussicht. Ich bin mir ziemlich sicher, dass man auf den Hügel auch mit öffentlichen Transportmitteln kommt, da neben dem Parkplatz auch sehr viele Busse standen. Wenn man also nicht das Glück hat mit dem Auto unterwegs zu sein, gibt es sicher auch noch andere Optionen.

Auf dem Cerro de la Bufa
Gemeinsames Selfie auf der Aussichtsplattform

Alison, Sofia und ich sind noch einen kleinen Wanderweg zu einer kleinen Kapelle hinaufgegangen und haben von hier noch ein paar schöne Fotos gemacht.

Nach einem kurzen Aufenthalt machten wir uns dann auf den Weg in die Stadt. Während der Rest mit dem Auto ins Zentrum fuhr, entschlossen Sofia und ich uns mit der Seilbahn zu fahren.

Die etwa 5-minütige Fahrt kostet pro Person 100 Pesos und hat sich auf jeden Fall gelohnt. Die Aussicht über die Stadt ist wirklich sehr schön und man kommt direkt im Zentrum an. Obwohl Sofia etwas Respekt vor der Höhe hatte und auch etwas Höhenangst hatte, sprang sie über ihren Schatten und fuhr mit mir gemeinsam. Muss man sich auch erst mal trauen, da es am heutigen Tag zudem noch ziemlich windig war und die Gondel schon viel herumgeschaukelte. Aber am Ende ist alles gut gegangen und sie war glaub ich sehr froh, dass sie sich getraut hat.

Nach einem kurzen Spaziergang trafen wir uns dann alle gemeinsam an der Kathedrale von Zacatecas (Catedral Basílica de Zacatecas) ein. Diese liegt direkt am Plaza de las Armas, dem zentralen Platz in Zacatecas.

Die Kathedrale von Zacatecas am Plaza de las Armas

Wir machten von hier aus einen Spaziergang durch die Stadt und schlenderten durch die Straßen von Zacatecas.

Wir besuchten einen kleinen Markt, wo ich das passende Abschiedsgeschenk für Sofia fand. Und zwar ist sie Harry Styles Fan und ich fand ein Kissen mit dem Kopf von ihm drauf. Das musste ich natürlich gleich mitnehmen und gut verpacken. Zum Glück fragte sie mich nicht, was ich denn da eingekauft hatte, und so blieb es bis zu meinem Tag des Abschieds eine Überraschung.

Gegen Ende unserer Tour entdeckten wir noch ein kleines Museum, welches dem aus Zacatecas stammenden und in Mexiko sehr bekannten Musiker und Schauspieler Antonio Aguilar gewidmet war.

Er veröffentlichte über 160 Alben und zu seinen erfolgreichsten Filmen gehören Titel wie La Cucaracha (1959), Los tres García (1947) und Pepe El Toro (1953).

In diesem Museum findet man Fotos und Tonsammlungen seiner zahlreichen Tourneen. Zu den Highlights gehört ein nachgebautes Büro mit originalen Möbeln, die von seiner Familie nach seinem Tod gespendet wurden.

Das nachgestellte Büro von Antonia Aguilar

Mir kam der Name Antonio Aguilar überhaupt nicht bekannt vor, aber für Brendas Familie war er natürlich kein Unbekannter und so konnten sie mir noch eine kleine persönliche Tour durch das Museum geben, welches übrigens kostenlos war. Für Film und Musik-Interessierte, ist ein Besuch in diesem kleinen Museum auf jeden Fall das Richtige.

Nach dem Museumsbesuch wollten wir uns dann wieder auf den Rückweg machen. Es war mittlerweile 16:00 Uhr und wir wollten es vermeiden bei Dunkelheit auf der Autobahn zurückzufahren, da diese wie bereits erwähnt ziemlich beschädigt war und wir doch gerne mit heilem Auto wieder zurück kommen wollten.

Auch dieser dritte Ausflug hat mir superviel Spaß gemacht. Ich hatte eine schöne Zeit mit allen und habe auch auf dieser Tour wieder einiges über Mexiko lernen können. Meiner Meinung nach ist ein Besuch Zacatecas auf jeden Fall empfehlenswert, man sollte aber vielleicht etwas mehr Zeit als wir mitbringen, da man hier noch mehr entdecken kann wie zum Beispiel den nahegelegenen Abenteurpark Los Cardos.

Stadionbesuch mit Luciano und seinem Onkel

An meinem vorletzten Tag, dem o8.03.24, wartete dann noch ein besonderes Ereignis auf mich. Und zwar besorgte Luciano Karten für ein Fußballspiel. Da ich generell sehr wenig im Stadion bin, aber mir eigentlich gerne Fußball anschaue, war das natürlich eine echt coole Sache. Am heutigen Tag spielte Aguascalientes (das Team trägt den Namen Necaxa) gegen León in Aguascalientes im Stadion Victoria, welches circa 25.000 Zuschauer fasst. Wir fuhren zeitig los, da wir noch Lucianos Onkel dabeihatten, der im Rollstuhl saß. Wir kalkulierten also genug Zeit ein, damit es nicht stressig wurde. Sein Onkel kam über einen gesonderten Eingang ins Stadion und konnte in einem speziellen Bereich für gehbehinderte Menschen, welcher sich direkt hinter der Bank der Heimmannschaft befand, Platz nehmen. Er hatte also einen super Blick aufs Spielfeld.

Ich, Luciano und sein Onkel im Victoria Stadion

Nachdem das erledigt war, drehten Luciano und ich noch eine kleine Runde um das Stadion und besorgten uns ein wenig was zu essen. Wir trafen außerdem auf das Maskottchen von Team Necaxa, welches sichtlich darüber erfreut war auf einen deutschen Fan zu treffen. Nach dem Foto gabs sogar noch einen ungewollten Kuss vom großen Affen.

Nachdem wir uns erfolgreich registrierten, gingen wir dann langsam auf unsere Plätze und schauten uns das Spiel an. Es dauerte ein wenig, bis das Spiel fahrt aufnahm aber nach 20 Minuten Spielzeit wurde es dann wirklich sehr spannend. Am Ende gewann Necaxa verdient gegen León im fast vollständig ausverkauften Victoria Stadion.

Das letzte und entscheidende Tor konnte ich dann sogar mit etwas Glück auf meinem Handy aufnehmen:

Abreise

Dann war es am 09.03. so weit und ich musste mich von allen verabschieden. Das fiel mir wirklich sehr schwer, da mir alle in der kurzen, aber intensiven Zeit sehr ans Herz gewachsen sind. Leider ist das so auf so einer Reise leider häufig so, dass man sich irgendwann verabschieden muss, da die Reise halt weitergeht. Aber das wusste ich natürlich vorher und es warten ja auch immer neue Erfahrungen auf einen. Nichtsdestotrotz war es schon traurig, da ich hier so eine schöne Zeit hatte. Ich hoffe ich kann bald einmal wieder nach Aguascalientes zurückkommen.

Am Morgen des 09.03. ging meine Reise dann vom Busbahnhof von Aguascalientes weiter nach Guadalajara, der Hauptstadt des Bundesstaates Jalisko. Mehr dazu aber dann im nächsten Artikel.

One response to “25.02. – 09.03.24: Aguascalientes Teil II”

  1. Amanda Martinez Avatar
    Amanda Martinez

    El haber convivido contigo fue una gran experiencia..en verdad esperamos vuelvas pronto..
    Te extrañamojalá que sigas disfrutando tus viajes..

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